Für die Zukunft gut aufgestellt

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Ein letzter Blick, bevor sie in Druck geht: Onnik Keresteciyan, Dominik Lauer, Sascha Pokojewski und Reinhard Mildner präsentieren am Freitag die Festschrift der Turngemeinde.

Hainhausen (pul) - Im Sommer 1886 saßen einige Idealisten zusammen und gründeten die Turngemeinde Hainhausen - auch ohne vorhandenen Turnplatz oder teure Geräte.

Heute, 125 Jahre später, trainieren die 900 Mitglieder in zwei Hainhäuser Hallen, jagen die Filzkugel über den Tennisplatz, oder Erwandern die Naturschönheiten Deutschlands über die Region hinaus.

Ein Treffpunkt in den Gründungsjahren stellte die Wirtschaft Greb in Hainhausen dar. Dort richteten die Gründungsmitglieder am Ende des 19. Jahrhunderts auch ihren ersten Turnraum ein. Später stand das Gasthaus „Stadt Frankfurt“ von Franz Löw bis zur Fertigstellung des Klubheims im Jahr 1971 als Vereinslokal zur Verfügung.

Blicke zurück in die Vergangenheit offenbart auch die Vereinschronik, die 15 Blatt in der 96-seitigen Festschrift umfasst. Selbige liegt am Freitag, 8. April, im Clubheim aus, wenn der Verein um 19 Uhr die Festivitäten zum Jubiläum mit der akademischen Feier startet.

Eine Sporthalle war in den 50-er Jahren lediglich ein Traum. Den jungen Turnern genügte damals eine Reckstange auf dem Gelände der heutigen TGH.

Es ist noch gar nicht so lange her, oder etwa doch? Genau genommen war es ein Grillabend im August 2008. Da kam dem Vereinsvorsitzenden Alfred Röder die Idee, einen Festausschuss für die 125-Jahr-Feier zu gründen.
Seit Januar letzten Jahres planen Sascha und Dagmar Pokojewski, Onnik Keresteciyan, Dominik Lauer, Jörg Mades, Torsten Rudolph, Doris Jantschik, Angelika Rücker, Alfred Röder sowie Heinz Stille und Reinhard Mildner das Festwochenende für Anfang Juni.
Nach den auf Familien zugeschnittenen Aktionen am Samstag, 4. Juni (Fahrrad-Sicherheitstraining, Kletterwand und Hüpfburg), greifen am Abend die Bands „Holidays“, die „Crazy Cats“ sowie die „Queen Revival Band“ in der großen Halle „Am Sportplatz“ in die Saiten.

Am Sonntag, 5. Juni, soll morgens ein Hauch der 900-Jahr-Feier durch Hainhausens Straßen wehen. Der Festausschuss, zwei Musikkapellen, der Ältestenrat sowie Vertreter der TG-Abteilungen ziehen ab 9.30 Uhr durch die Straßen des Stadtteils. Schließlich sollen die Hainhäuser für den Frühschoppen ab 11 Uhr motiviert werden.

Für die Vereinsolympiade am  Sonntag Abend sucht die TGH noch Teilnehmer. Frauen und Männer, die einen Wettstreit in fröhlicher Runde nicht scheuen, melden sich bei Sascha Pokojewski, s 647846.

Eine offene Baustelle hat der Festausschuss noch: Für den Samstag Nachmittag (4. Juni) suchen die Musiker ein Dach über dem Kopf. Für Tanz- und Musik-Aufführungen wird eine kleine Bühne benötigt.

Gut bedacht dagegen sind die beiden Vereinsabteilungen Handball und Taekwondo, die zu den Aushängeschildern des traditionsreichen Klubs in Rodgaus kleinstem Stadtteil zählen. Gerade die asiatische Sportart zieht Kinder und Jugendliche magisch an. Die TG weiß den „kämpferischen“ Nachwuchs in guter Obhut, leitet die Übungseinheiten doch der ehemaligen iranischen Nationaltrainer und Olympia-Teilnehmer Taghi Mahmoudi.

Zusammen mit den genannten Abteilungen bilden die Sparten Badminton, Bühnentanz, Fastnacht, Radtouristik, Tischtennis und Volleyball ein rundes Sportangebot der Turngemeinde, die mit ihrem Motto „Tradition bewahren – Zukunft gestalten“ den nächsten Jahren gelassen entgegen sieht.

Quelle: op-online.de

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