Zuschuss für Kunstrasen zweigeteilt

Dudenhofen - (eh) Der Weg zu einem Kunstrasenplatz für die Fußballer des TSV Dudenhofen ist frei. Zwei Jahre nach den ersten Gesprächen im Ortsbeirat Dudenhofen hat der Magistrat nun einen Erbbaurechtsvertrag und einen Vorschlag über Zuschüsse an den Verein vorgelegt. Die Stadtverordneten sollen am 25. Mai darüber entscheiden.

Bereits im Mai letzten Jahres hatte das Stadtparlament beschlossen, dass die Stadt dem Verein die 10 700 Quadratmeter in Erbpacht überlassen soll. Die neue Vorlage aus dem Dezernat des Bürgermeisters weicht in zwei Punkten von diesem Beschluss ab: Die Vertragslaufzeit ist fünf Jahre länger als beschlossen (35 statt 30 Jahre) und der Erbbauzins ist mehr als doppelt so hoch (1258,28 statt 547,08 Euro). Der TSV kann den Vertrag bei Bedarf zwei Mal um jeweils 15 Jahre verlängern.

Der Verein bekommt dafür den kaputten Hartplatz, den er auf eigene Kosten in einen Kunstrasenplatz umbauen lassen muss. Die Stadt schätzt die Baukosten auf 600 000 Euro. Aus der städtischen Vereinsförderung kann der TSV demnach 200 000 Euro erwarten. Allerdings sind die Vereinsfördermittel in einem Fünfjahresprogramm bis 2012 bereits zum größten Teil verplant. Was nun? Wenn der TSV zwei andere Bauvorhaben (Toiletten, Geräteraum) zurückstellt, werden rund 100 000 Euro für den Kunstrasen frei. Den restlichen Zuschuss soll der Verein im Jahr 2013 bekommen, wenn die Stadt ihr nächstes Vereinsförderprogramm auflegt.

Auf diesen Finanzierungsvorschlag wartet das Stadtparlament seit Monaten. Ursprünglich sollten die Zahlen „nach der Sommerpause 2008“ vorliegen.

Den 30 Jahre alten Wildschutzzaun zum Ortsrand und zur Rodau hin lässt die Stadt vor Vertragsbeginn noch in diesem Jahr erneuern. Statt Maschendraht wird ein stabiler Stahlgitterzaun errichtet, der auch als Ballschutz taugt. Die Mehrkosten des höheren Zauns fallen dem TSV zur Last.

Mit dem Kunstrasen wollen die TSV-Fußballer den alten Hartplatz von 1974 ersetzen, der für Fußballtraining und Spielbetrieb kaum noch nutzbar ist. Die Oberfläche ist verbraucht, die Drainage kaputt. Schon nach geringen Niederschlägen bleibt das Wasser in Pfützen stehen - und bei trockenem Wetter wirbeln die Sportler Staubwolken auf. Seit Jahren tragen die Dudenhöfer Fußballer ihre Spiele ausschließlich auf dem Rasenplatz aus. Dadurch wird der Rasen stark beansprucht.

Quelle: op-online.de

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