Zwei Entlassungen im Rathaus

Rodgau ‐ Die Stadt hat kurz vor Weihnachten zwei Mitarbeitern mit sofortiger Wirkung gekündigt. Einer der Betroffenen arbeitete im Bauhof, der andere in der Hochbauabteilung. Ihnen wird eine Unregelmäßigkeit beim Wareneinkauf vorgeworfen. Von Bernhard Pelka

Es geht um einen Schaden in dreistelliger Höhe. Das bestätigte gestern Ordnungsdezernent Michael Schüßler auf Anfrage unserer Zeitung.

Art und Umfang möglicher weiterer Vorfälle würden derzeit recherchiert. Es sehe danach aus, als hätten die beiden Männer zusammengearbeitet. „Es geht hier nicht um eine verschwundene Rolle Toilettenpapier, sondern es hat den Anschein, als sei hier das bestehende System zwischen Bauhof, Stadtwerken und Bauamt bei der Materialbeschaffung unterlaufen worden“, erläuterte der Dezernent die Dimension des Falls. Das müsse aufgeklärt werden. Der Stadtrat und ein Kollege aus der Hochbauabteilung waren bei einer „internen Routinekontrolle“ auf die Unregelmäßigkeit gestoßen. Jetzt werde nach mehr gesucht und „eine Zeitreise in die Vergangenheit“ unternommen.

Stadt einigte sich auf einen Vergleich

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Schüßler mit einem solchen Vergehen befassen muss. Im Sommer 2007 waren Ungereimtheiten in der Gewerbeabteilung aufgefallen. Ein Mitarbeiter soll Konzessionseinnahmen nicht korrekt verbucht und für Gaststättenkonzessionen überhöhte Rechnungen ausgestellt und teils wohl selbst kassiert haben. Die Staatsanwaltschaft hat das Strafverfahren gegen den Mann inzwischen nach Paragraf 153 a gegen Auflagen eingestellt. Im Zivilverfahren einigte sich die Stadt Schüßler zufolge kurz vor Weihnachten mit dem Betroffenen auf einen Vergleich. Er zahlt einen bestimmten Betrag als Wiedergutmachung an die Stadt zurück. Über die Höhe des Betrags haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart.

Quelle: op-online.de

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