120 000 Liter Sprit lagern unter der Erde

+
An der neuen Shell-Station kümmern sich zwei Tankwarte um Autos und Kunden. Und auch Auszubildende Katrin Knoll lernt dort mehr als nur zu verkaufen. Auf Wunsch füllt sie Scheibenreiniger nach (Foto) oder prüft den Ölstand.

Ober-Roden (lö) ‐ Vor zehn Tagen haben Beate Jährling und Martin Knoll die neue Shell-Tankstelle an der Kipferl-Kreuzung übernommen und sind mit dem Start zufrieden. „Gerade über Weihnachten wurden unsere Erwartungen weit übertroffen“, zog Beate Jährling eine erste Bilanz.

Genaue Zahlen bleiben Geschäftsgeheimnis, genauso wie die Summe, die Shell in die Ende 2004 aufgegebene Esso-Station investiert hat. Der Konzert hat neue Tanks eingebaut, eine moderne Tanktechnik installiert, die Gebäude renoviert und im 160 Quadratmeter großen Shop Backautomaten, Kassen und Regale aufgestellt. Das Pächterpaar finanzierte unter anderem die Waschanlage mit autoschonenden Soft-Tec-Bürsten und die Waren.

Bis zu acht Kunden können an den vier Zapfpunkten gleichzeitig tanken. Fünf Erdtanks fassen insgesamt 120.000 Liter Kraftstoff vom einfachen Diesel bis zum Formel 1-tauglichen V-Power.

Zwei Tankwarte nehmen den Kunden die Arbeit ab. Dieser Service kostet pauschal einen Euro; Shell ist der einzige Konzern in Deutschland, der ihn in dieser Form anbietet. Außerdem beschäftigen Martin Knoll und Beate Jährling fünf Vollzeit-Servicekräfte und eine Auszubildende.

Rödermark ist ein Standort, der Erfolg verspricht

Die neue Großtankstelle und ihr kleiner Supermarkt haben werktags ab 5 Uhr, samstags ab 6 und sonntags ab 7 Uhr offen. Schluss ist einheitlich um Mitternacht. Beate Jährling macht keinen Hehl daraus, dass ihr ein 24-Stunden-Betrieb lieber gewesen wäre. Doch dagegen hatten Nachbarn sofort protestiert, als sie hörten, dass Shell an dem Gelände interessiert war: Nächtlicher Lärm PS-protzender Discobesucher klang ihnen auch nach Jahren noch in den Ohren. Der Streit um den 24-Stunden-Betrieb verzögerte die eigentlich schon fürs Frühjahr geplante Eröffnung, hatte Shell-Sprecherin Cornelia Wolber im September erklärt.

Beate Jährling und Martin Knoll betreiben in Worms zwei Shell-Stationen. Dort übrigens hätten sie nie Probleme mit dem Betrieb rund um die Uhr gehabt. Trotz eingeschränkter Öffnungszeit sahen sie in Rödermark einen Standort, der Erfolg verspricht. Innerhalb weniger Monate fiel deshalb der Entschluss, aus Rheinhessen nach Waldacker umzuziehen.

Die Tankstellen in Worms soll demnächst ein anderer Pächter übernehmen. Sie selbst wollen vielleicht schon im Lauf des nächsten Jahres im Kreis Offenbach oder seiner direkten Nachbarschaft expandieren. Im Shell-Konzern, so Martin Knoll, sei es üblich, dass Pächter zwischen zwei und vier Stationen betreiben.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare