2400 harte Stunden Winterdienst

Rödermark (bp) ‐ Auch wenn der Winter am vergangenen Wochenende noch einmal in die Region zurückgekehrt ist, scheint nun das Schlimmste vorbei. Vorsichtig gucken Schneeglöckchen aus der Erde, Krokussknospen strahlen gelb, und bei wärmeren Temperaturen verblassen allmählich die Erinnerungen an einen der schneereichsten Winter der vergangenen Jahre.

Schneereste und hier und da Streugut, das noch auf der Straße liegt, zeugen von Väterchen Frost. Die Männer und Frauen vom Betriebshof werden diese harten Wochen so schnell nicht vergessen. Eine städtische Pressemeldung listet die Riesenarbeit auf, die der Winter ihnen bereitete.

2400 Stunden waren die 26 Mitarbeiter des Betriebshofs von Dezember bis Februar mit dem Winterdienst beschäftigt, manchmal sieben Tage die Woche. Dabei wurden die Rödermärker Straßen nach einem genauen Streu- und Räumplan aus der Straßenreinigungssatzung von Schnee und Eis befreit.

Vorrangig wurden hierbei die Hauptverbindungsstraße sowie solche, die besondere Gefahrenpunkt darstellen, weil sie ein Längs- oder Seitengefälle von über fünf Prozent haben, geräumt. Dies führte manchmal zu Unmut bei den Bürgern, deren Wege nicht zu diesen 65 Straßen gehören. Die Leute vom Betriebshof mussten sich daher einiges anhören und gefallen lassen.

Während der Woche waren alle im Einsatz

Anders nun die Idee von Michael Knapp. Um den Schneeräumern seinen Dank und seine Anerkennung für die in den letzten drei Monaten geleistete Arbeit zu zeigen, spendierte der Urberacher Metzger ihnen ein hausgemachtes Mittagessen.

Zur Stärkung hatte er zwei große Töpfe mit Gemüse- und Linsensuppe, sowie Würstchen und Brötchen vorbereitet, die der Leiter der Kommunalen Betriebe Rödermark (KBR), Wolfgang Mieth, und Betriebshof-Chef Walter Berghäuser abholten. „Ich finde es einfach anerkennenswert, dass die Jungs oft schon morgens um 5 Uhr raus gefahren sind, um auf den Straßen für unsere Sicherheit zu sorgen“, lobte Knapp.

Und Wolfgang Mieth bestätigt die hohe Einsatzbereitschaft seiner Leute. „Während der Woche waren alle im Einsatz, am Wochenende häufig 15 Mitarbeiter als Bereitschaft, bei Bedarf jedoch auch alle 26.“

Auch die Fastnacht machte „Arbeit“

Morgens um 4 Uhr schaute der Bereitschaftsführer nach der Wetterlage und alarmierte im Ernstfall sein Team, das dann ausrückte. 800 Stunden waren die Fahrzeuge im Einsatz, um auf einer Gesamtstraßenlänge von 2000 Kilometern Schnee zu räumen. „Zehn Millionen Quadratmeter wurden so von Dezember bis Mitte Februar geräumt und gestreut“, bilanziert der KBR-Chef.

Dazu gehörte abschließend auch die Arbeit an Fastnacht. Damit andere fröhlich feiern, damit die Umzüge problemlos laufen konnten, mussten zusätzlich die am Straßenrand aufgetürmten Schneeberge beseitigt, der Rathausplatz von Schnee und Eis befreit werden. Und während die Fastnachter noch in den Gaststätten und Vereinen Fünf gerade sein ließen, waren die Leute vom Betriebshof schon wieder bis gegen 22 Uhr unterwegs, um die Straßen erneut zu säubern. Diesmal von Luftschlangen und Konfetti, Bonbons und Glas.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio/Rainer Sturm

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare