Miete soll bezahlbar werden

Finanzspritze: 800.000 Euro Zuschuss für Caritas

Urberach - Der Caritasverband Offenbach investiert in der Ober-Rodener Straße gut sechs Millionen Euro und baut ein Sozialzentrum mit Betreutem Wohnen und einer Demenz-Wohngruppe. Die Stadt gibt ihren Teil dazu.

Die Stadt beteiligt sich mit 800.000 Euro an dem Projekt, das Geld stammt aus dem Verkauf des ehemaligen Telenorma-Parkplatzes an den Träger der „Seniorenresidenz am Badehaus“. Die Caritas plant 17 Sozialwohnungen, 21 frei finanzierte Wohnungen, die Demenzgruppe mit zwölf Plätzen und ein Zentrum für Beratung und Pflege. Zusätzlich zum reinen Wohnen können die Mieter Pflege- und Betreuungsleistungen zukaufen.

Der städtische Zuschuss ist dreigeteilt. Der Entwurf von Kämmerer Alexander Sturm sieht eine Förderung von 10.000 Euro je Sozialwohnung vor, zusammen also 170.000 Euro. 240.000 Euro steuert die Stadt zur Demenzgruppe und 390.000 Euro zu den allgemeinen Kosten bei. Ziel aller kommunalen Finanzhilfen: Die Mieten sollen bezahlbar bleiben. Das hatte die Stadtverordnetenversammlung schon 2006 gefordert, weil in der „Seniorenresidenz am Badehaus“ nur vergleichsweise teure Eigentumswohnungen zum Verkauf angeboten wurden.

Stadtrat Sturm und die Caritas peilen folgende Kaltmieten je Quadratmeter an:

  • 8,78 Euro für die Sozialwohnungen. Diesen Betrag hätten sowohl das Land als auch der Kreis akzeptiert.
  • 9,10 Euro für die Demenzgruppe. Diese Wohnungen sind aufwändiger ausgestattet, um altersverwirrten Menschen mehr Sicherheit zu bieten. Das ist zum Preis normaler Sozialwohnungen nicht möglich. Auch dieser Mietpreis sei bereits vom Kreis akzeptiert worden.
  • 10,48 Euro beträgt schließlich die Miete für die frei finanzierten Wohnungen und das Caritaszentrum.

Die Stadt verknüpft ihre Zuschüsse mit einem Mitspracherecht bei der Belegung. Das Parlament soll in seiner Sitzung am Dienstag, 4. Dezember, darüber entscheiden und der Caritas Planungssicherheit geben.

Der katholische Wohlfahrtsverband finanziert den Neubau nur zu gut zehn Prozent mit eigenem Geld. Fast drei Millionen Euro leiht er sich von Banken. Das Land gewährt einen Zuschuss von 947.000 Euro, und das Deutsche Hilfswerk beteiligt sich mit 300.000 Euro. Macht zusammen 5,56 Millionen Euro. Dazu, so Caritasdirektor Michael Klein, kommen etwa 500.000 Euro für Kauf und Sanierung des Nachbargrundstücks (ehemalige Berufsakademie). Spielt das Wetter mit, werden die Fundamente spätestens im März gelegt, die Bauzeit beträgt ein Jahr. 

Quelle: op-online.de

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