Zwei NBS-Abiturienten haben Traumnote

Schlusspunkt unter dem Kapitel Schule

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Zum Walzertakt kamen sie auf die Bühne, doch dann änderte sich der Rhythmus rasch: Zum Schluss des Showprogramms tanzten die NBS-Abgänger quer durch alle gängigen Fastnachts- und Sommerhits.

Ober-Roden - Für 106 Abiturienten der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule (NBS) ist das Kapitel Schule abgeschlossen und der Weg in die Zukunft offen. Der festliche Abiball in der Kulturhalle beendete einen wichtigen Lebensabschnitt.

Das Abitur war Grund genug, einen Abend lang in festlicher Garderobe mit Familien und Freunden das Ende von zumeist 13 Schuljahren zu feiern und sich in Bildern, Videos und kurzen Beiträgen noch einmal an die letzten zwei Jahre zu erinnern. Mit einem gemeinsamen Tanz auf der Bühne endete offiziell der Abiball.

Fast wie die Orgelpfeifen standen die Einser-Abiturienten auf der Bühne der Kulturhalle. Die Traumnote von 1,0 schafften Nicole Hennich und Alexander Ritter von Stockert (2. und 3. von rechts). Da gratulierten Rektor Jochen Zeller (rechts), Stufenleiterin Christine Döbert (2. von links) und Bürgermeister Roland Kern (links) besonders herzlich. 

Einen Tag zuvor hatten sie alle ihre Reifezeugnisse bekommen - insgesamt 100 „normale“ Abiturienten und sechs mit der Fachhochschulreife. Der Gesamt-Notenschnitt liegt in diesem Jahr mit 2,4 knapp über dem letztjährigen von 2,3. Nicole Hennich und Alexander Ritter von Stockert verlassen die Schule mit der bestmöglichen Abiturnote von 1,0. Doch nicht sie alleine haben mit sehr guten Leistungen ihre Schulzeit beendet, acht weitere Schüler haben eine „1“ vor dem Komma: Sarah Meister 1,1, Robin Dursun und Isabel Kronshorst 1,2; Laura .Löbig 1,3; Jennifer Kloft und Laura Behrens 1,4 sowie Sophia Horch und David Via Nurzay 1,5. Sie bekamen bei der Abiturfeier vom Bürgermeister auch Kulturhallen-Gutscheine als kleine Präsente der Stadt.

Ebenso geehrt wurden besondere Leistungen von Nicole Hennich und Ricardo Gotta in den Bereichen Physik sowie Nicole Hennich und Isabel Kronshorst im Bereich Chemie. Erstmals wurde auch die intensive Mitarbeit in der Schülermitverwaltung anerkannt. So bei Eva Scholz als Schulsprecherin sowie Can Hasret Cavus und Dilek Ertürk für ihren Einsatz für die Belange der Schüler.

Stufenleiterin Christine Döbert freute sich herzlich mit ihrem zweiten Abiturjahrgang. Anhand des Gedichtes „Stufen“ von Hermann Hesse verglich die Deutschlehrerin die neuen Schritte mit dem Aufgeben von Gewohntem, aber auch dem mutigen Erklimmen neuer Stufen zur eigenen Zukunft.

Weltweiter Schüleraustausch, europaweite Praktika

Rektor Jochen Zeller reflektierte, ob die Schule den jungen Erwachsenen auch wirklich alles Notwendige vermittelt habe. Mit den Schwerpunkten der NBS vom weltweiten Schüleraustausch über europaweite Praktika, mit Leistungskursen und starker Betonung des Naturwissenschaftlichen wie des sozialen Bereichs und mit ausreichend viel Zeit zur Vermittlung all dieser Schwerpunkte hofft der Schulleiter, sowohl das soziale Miteinander wie auch die individuellen Leistungen aller zu stärken, ganz im Sinne der Sozialethik von Oswald von Nell-Breuning.

Bürgermeister Roland Kern erinnerte sich, erst mit 50 auch nur annähernd das Gefühl der Reife empfunden zu haben und auch jetzt noch täglich dazuzulernen – lebenslanges Lernen sei keine Floskel, sondern reine Wahrheit. Deutlich warb er auch für ein ständiges sich Einmischen und Beteiligen, auch bei den Wahlen im Herbst.

Erst mal chillen, dem anderen Geschlecht seine Aufwartung machen und - da die Eltern wahrscheinlich wohnen bleiben wollten - zuhause ausziehen, und immer eigene Spuren hinterlassen: das empfahl Schulelternbeirats-Vorsitzender Hajo Harms. Mit einer kurzen Abschiedsrede meldete sich Felix Deister im Namen der Abiturienten zu guter Letzt zu Wort. In wenigen Sätzen beschrieb und karikierte er zugleich die gemeinsame Schulzeit, erinnerte an einige Schlaglichter und auch an die große Ungewissheit der bevorstehenden Zukunft: Was denn nun aus wem letztlich wird, ist völlig offen. „Nur eins merkt euch. Ich möchte meinen Cheeseburger ohne Gurken!“

chz

Quelle: op-online.de

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