Stadt vergibt Gütesiegel Jugendschutz

Absage an Happy Hour und Flatrate-Saufen

DAK-Statistik zu Jugend und Alkohol
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Rödermark - Die Stadt belohnt Veranstalter, die beim Jugendschutz besonders genau hinschauen, mit einem Gütesiegel. Bürgermeister Roland Kern denkt in erster Linie an Kerbstände, Oktoberfeste oder Fastnachtspartys von Vereinen.

Die haben außer dem Siegel einen - wenn auch kleinen - finanziellen Vorteil: Das Ordnungsamt erlässt ihnen die 20 Euro Gebühr zur Beantragung einer vorübergehenden Gaststätte (ehemals „Gestattungsantrag“). Allerdings ist das Siegel keine dauerhafte Auszeichnung, sondern muss für jede Veranstaltung neu beantragt werden. 13 Kriterien gilt es zu beachten. Dazu gehört eine eindeutig geregelte Eingangskontrolle durch erkennbares Ordnungspersonal, eine Kennzeichnung der Gäste etwa durch verschiedenfarbige Armbändchen, geschultes Personal an Einlass und Ausschank. Das günstigste Getränk muss alkoholfrei sein, attraktive alkoholfreie Getränke müssen angeboten und offensiv beworben werden. Unter attraktiv versteht Kern zum Beispiel alkoholfreie Cocktails. Trinkanimationen durch eine Happy Hour oder Flatrate-Saufen sind tabu. Durchsagen um 22 und um 24 Uhr machen den Besuchern deutlich, dass für bestimmte Altersgruppen Schluss ist.

Das „Gütesiegel für Veranstaltungen“ wurde von der „Arbeitsgemeinschaft Prävention in der Kinder und Jugendarbeit“ erarbeitet. Sie setzt sich aus fachkundigen Personen der Abteilungen Jugend/Schulsozialarbeit, Kinder sowie Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Rödermark zusammen. Außerdem sind in dem Gremium der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB), das Suchthilfezentrum Wildhof, der Kreis Offenbach und die Präventionsbeauftragten der Nell-Breuning Schule vertreten. Ein Faltblatt mit liegt in den Rathäusern aus. Ansprechpartnerin für das Jugendschutz-Gütesiegel ist Jasmina König im Rathaus Urberach (Ordnungsamt), Tel.: 06074/911-829, E-Mail jasmina.koenig@roedermark.de.

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