Abschied nach über elf Jahren

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Matthias Welsch, Rödermarks dienstältester evangelischer Pfarrer, übernimmt nach elf Jahren in Ober-Roden eine neue Aufgabe. Er wurde zum theologischen Leiter des Frankfurter Diakonissenhauses berufen.

Ober-Roden (chz) ‐ Glaubten die evangelischen Christen in Rödermark, mit dem Wechsel des Pfarrerehepaares Sonja und Oliver Mattes im Dezember 2008 würde nun Ruhe einkehren in die Rödermärker Pfarreien, so war diese Ruhe nur kurzfristig:

Pfarrer Matthias Welsch ist vor wenigen Tagen zum theologischen Vorsteher und Leiter der Anstaltsgemeinde des Frankfurter Diakonissenhauses berufen worden und wird daher nach mehr als elf Jahren Ober-Roden verlassen. Der genaue Termin seines Umzuges und seiner Verabschiedung stehen noch nicht fest, könnten aber möglicherweise schon zum 1. Februar 2010 erfolgen.

Matthias Welsch betont, dass es ihm schwer fällt, Ober-Roden zu verlassen, gerade auch nach der guten Zusammenarbeit mit dem alten und dem neuen Kirchenvorstand. „Wir haben vieles in vorbildlicher Weise auf den Weg gebracht, ausgehend von der Gemeindebefragung bis hin zur veränderten Gottesdienststruktur, zu Fundraising und Stiftungsgründung, und ich empfinde die evangelische Kirchengemeinde als Leuchtturmgemeinde in unserer Kirche.“ Das sei auch bei der Bilanzierung im vorigen Jahr deutlich geworden.

Seine Familie freut sich auf die neue Wohnsituation

Dennoch ist es für ihn und seine Familie eine „lebensgeschichtliche Überlegung gewesen“, ausgelöst durch die Bilanzierung im April, wie es beruflich weitergeht. Pfarrer Welsch, der vor über elf Jahren aus Mainz-Kostheim nach Ober-Roden gekommen ist, weiß genau, „dass ein Pfarrer, je länger er eine Stelle versieht, die Gemeinde immer mehr prägt und damit auch bestimmte Entwicklungen verhindert. Daher hatte ich ohnehin überlegt, mich innerhalb von fünf Jahren zu verändern.“ Überraschend schnell war dann eine Stelle ausgeschrieben, wie er sie sich erträumt hatte.

Seine Familie freut sich auf die neue Wohnsituation - schließlich gehen ab Sommer 2010 zwei seiner Kinder in Frankfurt aufs Lessing-Gymnasium - beim Diakonissengelände gleich um die Ecke. Und auch Ehefrau Katharina Welsch hofft als freiberufliche Hebamme in Frankfurt auf eine gute Zukunft.

Die Vertretung wird voraussichtlich Pfarrer Oliver Mattes übernehmen, der mit halber Stelle bereits in der Ober-Röder Gemeinde arbeitet.

In der Zwischenzeit gibt es Einschränkungen im Gottesdienst

Auch der neue Kirchenvorstand hat sich strukturiert. In seiner konstituierenden Sitzung wählte das Gremium Martin Annighöfer zum Vorsitzenden. Mit Claudia Kaiser, Karl-Heinz Kasperczyk und Martin Westerwald bildet er die neue Geschäftsführung.

Falls alles im bevorstehenden Neubesetzungsverfahren optimal verläuft, kann im März oder April die Stelle im Amtsblatt ausgeschrieben und bestenfalls nach den Sommerferien ein Nachfolger begrüßt werden. In der Zwischenzeit wird es auf alle Fälle zu Einschränkungen bei Gottesdiensten und Veranstaltungen und zu einer gehörigen Portion Mehrarbeit für die Haupt- und Ehrenamtlichen der Gemeinde kommen.

Quelle: op-online.de

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