Markt der vielen Ideen

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Wo der kleine und der große Nikolaus auftauchten, waren die Kinder meist nicht weit. Mandarinen und kleine Schokoladen-Nikoläuse gab’s als Belohnung aus dem Sack.

Ober-Roden (chz) - Leicht tröpfelnd stand der große Christbaum am Freitagabend auf dem Ober-Röder Marktplatz und wartete auf seine Erleuchtung durch Bürgermeister Roland Kern, Gewerbevereinsvorsitzenden Manfred Rädlein und den Vorsitzenden des Fachhandels Ober-Roden (FHO), Karlheinz Hitzel.

Doch das Wetter spielte mit und zeigte sich nach dem magischen Knopfdruck, der alle Lichter leuchten ließ, mehr als gnädig. Es war kalt genug für einen oder mehrere Glühweine, aber warm genug, eine Weile auf der Adventsmeile zu verharren.

Dank der regen Aktivität von Moni Hitzel wurde die Rückkehr des Tannenbaums auf den Marktplatz nach vier Jahren vor dem Rathaus zu einem echten Blickfang. Der Gewerbeverein hat nicht nur Spenden für den Baumschmuck aufgetrieben, sondern hat mit 1300 Lampen für die Sterne im Stadtgebiet auch zur Verschönerung des Ortskerns beigetragen, dessen illuminierte Giebel rund um den Marktplatz vor allem der Sparkasse Dieburg zu verdanken sind.

Der Dank des Gewerbevereins galt vor allem den Männern des Betriebshofs für ihre gute Arbeit. Man revanchierte sich mit möglichst viel Ordnung auf der Veranstaltungsmeile: „FHO – Freunde Haltet Ordnung- der Umwelt zuliebe“ stand gut sichtbar auf jedem der zahlreichen Mülleimer, und auch die Frage der dekorativen kleinen Tannenbäume zwischen den Ständen war in diesem Jahr sinnvoll geklärt worden. „Über Wilhelm Schöneberger haben wir Kontakt mit der Familie Tüncher aufgenommen. Wir haben zwölf Bäumchen für jeweils fünf Euro bis Sonntag Abend bei Tüncher geliehen – entweder sie werden in dieser Zeit zum normalen Preis verkauft oder wir geben sie am Sonntag Abend zurück. So etwas hätte früher nie funktioniert“, freute sich Karlheinz Hitzel über die neue Entwicklung.

Die neue Zusammenarbeit zwischen FHO und Dinjerhof bekommt allen Beteiligten gut. So findet sich im restaurierten Hof jetzt in idyllischer Umgebung einiges von dem, was dem großen Markt leider noch fehlt: das Kunsthandwerk und die typisch weihnachtlichen Accessoires.

Bilder vom Adventsmarkt

Markt zum ersten Advent

Gefilzte Hüte, Baumbehang und Hunderte kleiner Anhänger, in liebevollster Kleinarbeit von der Dietzenbacherin Karin Esau oder von Irmgard Keim aus Mühlheim präsentiert, luden zum Probieren und zum genauen Hingucken ein. Gleich nebendran zwei kuschelige Langohren in einem Stall und zwei Ponys vom AKITA-Hof zum Streicheln für die jungen Marktbesucher. Auch die Kolpingsfamilie war dort präsent. Kunst der süffisanten wie auch der klassischen Art gab’s beim ehemaligen Metzger Schrod, der jetzt wieder in seine eigenen Fußstapfen tritt. Zunächst bis Weihnachten, wahrscheinlich aber darüber hinaus gibt’s freitags und samstags wieder Hausmacher Wurst einer Landmetzgerei in seinem Laden.

Die Sonnenburg der Johanniter sowie das Kinderhaus unterm Regenbogen luden am Marktplatz auch zu Getränken und Imbiss ein. Auch die Vereine wie etwa die TG mit ihrem Glühweinkessel überm lodernden Feuer oder ihren Bratwürsten bei den Fußballfrauen präsentierten sich in der Öffentlichkeit.

Der TCW lockte mit einem Glücksrad, und diverse Geschäfte gingen mit Essen und Trinken auf die Gass’. In den Läden wurde es wie auf dem ganzen Adventsmarkt in gewohnter Weise erst mit Einbruch der Dunkelheit angenehm voll, obwohl auch die musikalischen Ständchen auf der kleinen Bühne am Marktplatz viele Zuhörer brachten. Der Kinderchor der Trinkbornschule, die Frohsinn-Frauen, der Musikverein 03 und das gemischte Ensemble aus der Jugend des Musikvereins Viktoria 08 und dem „Endlisch-Musigg“-Orchester zogen die Gäste an. Kleiner Höhepunkt am Sonntag: die erste Verlosung der Aktion Weihnachtsglück 2011, die Livemusik des Duos Toni+Mimo abrundete. „Fürs nächste Jahr erhoffen wir uns mehr Holzhütten – dann wird die Optik noch schöner“, versprach Karlheinz Hitzel.

Quelle: op-online.de

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