Schmalzbroten und Glühwein

Adventsmarkt Ober-Roden im Lichterglanz

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Ober-Roden - Ein paar weiße Flocken hätten dem Start des Ober-Röder Adventsmarktes gut getan – so dauerte es wieder einige Zeit, bis die Besucher sich zu Schmalzbroten und Glühwein auf den kleinen Marktplatz bewegten.

Recht dürftig war die Kulisse am Freitagabend beim symbolischen Erleuchten des stattlichen Baumes am Marktbrunnen.

Ziemlich klein war auch die Zahl der Stände, was den Gewerbevereinsvorsitzenden Manfred Rädlein bei der Begrüßung zu einer mutigen Begründung bewegte: „Wir haben bewusst nicht so viele Hütten aufgestellt, um auf Wunsch der Einzelhändler die Sicht auf die umliegenden Geschäfte nicht so sehr zu verstellen.“ Der hell erleuchtete Baum tröstete darüber hinweg, dass die fröstelnden Frauen der Frohsinn-Chöre eine halbe Stunde warten mussten, bis die Abendmesse in St. Nazarius beendet war, bevor sie mit weihnachtlichen Liedern die Herzen der Zuhörer erwärmen konnten.

Gasse hin zum „Dinjer-Hof“

Auch ein Engel kam auf den Ober-Röder Adventsmarkt geflogen und machte Station am Stand des Kinderhauses „Unter dem Regenbogen“.

Die Mitarbeiter der Johanniter-Kita „Sonnenburg“ hatten sich freitags als erster Verein auf die Gasse hin zum „Dinjer-Hof“ gewagt, wo es sich am Samstagnachmittag zunehmend füllte. Vereine wie die TG, die Germania oder der Tennisclub Waldacker sowie mehrere Kindergärten wie etwa das Kinderhaus „Unterm Regenbogen“ verkauften Wärmendes für Leib und Seele sowie Selbstgebasteltes und –gebackenes in Marktplatznähe. Die Jugendfeuerwehr Ober-Roden bot Feuerwehrbrot an, und zahlreiche Kunsthandwerker und Künstler warteten im idyllischen „Dinjer-Hof“, der schon nachmittags gut besucht war.

Die Ober-Röderin Cornelia Feller mit ihren garantiert kalorienfreien und dafür liebevoll genähten Süßigkeiten bereute es nicht, erstmals zugunsten eines Verkaufsstandes im Stall des Tüncher-Anwesens ihren bisherigen Stand in Babenhausen abgesagt zu haben: „Ich habe mir das Ambiente hier an der Kerb angeschaut, nachdem ich von Frau Schöneberger auf einem Offenbacher Kunsthandwerkermarkt angesprochen und eingeladen wurde. Und ich finde, ich sollte Ober-Roden eine Chance geben.“

Zuckerwatte zugunsten eines Sozialprojektes – vor dem Ladengeschäft von Optik Cremer griffen Süßschnäbel beim Preis von einem Euro gerne zu.

Auf dem Marktplatz zogen die kleine Bühne und ihre Veranstaltungen geschickt Eltern und Freunde von Trinkborn-Schulchor, Musikverein 03 und den Jugendorchestern von MV 03 und MV 08 an. So mancher Gast war auch ganz bewusst gekommen, auch wenn die vorweihnachtlich-idyllischen Attraktionen hier eher spärlich gesät waren: „Ich finde, wenn sich die örtlichen Händler und Vereine schon so eine Mühe machen, sollten wir es auch nutzen“, begründeten Peter und Rita Walz ihren Marktbesuch. Schon am Samstag hatten zahlreiche Geschäfte geöffnet; am Sonntag lockte der Ober-Röder Einzelhandel mit einem Tag der Offenen Tür mit preiswerten Angeboten und attraktiven Auslagen sowie mit der ersten Ziehung der Aktion Weihnachtsglück.

Nach dem Wegzug des langjährigen FHO-Vorsitzenden Karlheinz Hitzel und seiner Frau Monika hatten der Gewerbeverein und seine Ober-Röder Gruppe um Thomas Rosenblatt und Norbert Schrod nach dem Herbstmarkt nun auch den ersten Adventsmarkt zu gestalten. „Wir sind noch unerfahren, aber wir sind motiviert“, versicherte Manfred Rädlein und warb für die Sponsoren wie etwa den Stadtbus oder den RMV, der mit einem Stand für seine Mobilitätszentrale warb.

chz

Quelle: op-online.de

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