Kommentar: Alle gleich behandeln

Rödermark - Jeder Einzelhändler, der einen Ständer voller Kleider oder ein paar Kisten Obst vor sein Geschäft stellen will, muss dafür zahlen. Sondernutzung öffentlicher Verkehrsfläche heißt das Argument, mit dem die Stadt ihre Bürger zur Kasse bittet. Von Michael Löw

Ob die Gebühr von 30 Euro gerechtfertigt ist, sei dahin gestellt. Aber so lange sie durch eine Satzung festgeschrieben ist, gilt sie für alle Firmen.

Erst recht für einen Quasi-Monopolisten wie die Deutsche Post AG, die voriges Jahr fast 55 Milliarden Euro umsetzte. Da mag die Pressestelle noch so nachdrücklich darauf hinweisen, dass ein dichtes Netz an Briefkästen auch im Interesse der Stadt liegen müsse: Die Post verdient mit dem Versenden von Briefen gutes Geld. Sie dabei zu unterstützen, kann nicht Aufgabe einer finanziell klammen Stadt sein. Auch wenn die Rödermärker dann ein paar Meter mehr zum nächsten Briefkasten gehen müssen.

Quelle: op-online.de

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