13 Pflanzenoasen zeigen Rödermarks grüne Seiten / Neugierige auf der Suche nach Ideen für daheim

Altersgerechte Beete im Garten

Im Lengertenweg liegt der Natur-Erlebnis-Garten der gemeinnützigen Gesellschaft „Wurzelwerk“.

Rödermark (chz) - „Es ist so schön, dass Gartenbesitzer ihre kleinen Paradiese öffnen und uns teilhaben lassen an ihren Schätzen“, freute sich eine Besucherin, die gerade einen der offenen Gärten Rödermarks verließ, auf ihr Fahrrad stieg und weiter radelte.

Der zweite Durchgang bescherte Neugierigen nicht nur Einblicke in wunderschöne kleine und große Refugien, sondern vermittelte darüber hinaus auch Wissenswertes.

Zum Einen hatte die Nell-Breuning-Schule einen Stand am renaturierten Rodaustrand aufgebaut. Die Lehrer Ulrike Stiehl-Wege und Hans Heckroth erläuterten in einer kleinen Dokumentation und unter dem Mikroskop, wie sie regelmäßig mit Schülern die Wasserqualität prüfen. Die Noten bewegen sich zwischen 1,9 bis 2,0 auf der Skala von 1 bis 4.

Zum Anderen präsentierte Gärtnermeister Wolfgang Lüddicke den Erfolg der Menschen, die mit Hilfe der gemeinnützigen Gesellschaft „Wurzelwerk“ im Lengertenweg einen Teil einer rund 4 300 Quadratmeter großen Fläche bewirtschaften. Dabei werden die Frauen und Männer auf die Wiedereingliederung ins regelmäßige Arbeitsleben vorbereitet. Sie roden und verfeinern, planen, säen und pflanzen auf dem naturnahen Grundstück und ernten schließlich auch – was sie nicht verbrauchen, wird der Dietzenbacher Tafel überlassen.

Gerade der Gegensatz zwischen dem zum Großteil noch ungenutzten, bäuerlich reizvollen Wurzelwerk-Erlebnisgarten und den oft bis in den letzten Quadratmeter ausgenutzten häuslichen Gärten bescherte den Besuchern viele Eindrücke. Ungewöhnliches wie die nach allen Seiten hin begehbaren Nachbarschaftsgärten im Lengertenweg und in der Albert-Einsteinstraße, von Hans und Cornelia Kemmer und ihren Nachbarn bewusst offen und dennoch mit Freiräumen für die einzelnen Bewohnern gestaltet, faszinierte die Betrachter.

Aber auch immer wieder umgestaltete und nun zu einem (vorläufigen) Endzustand gereifte kleine Reihenhausgärten wie etwa der von Durdica Jablonski in der Weserstraße begeisterten die im guten Sinne neugierigen Gäste: Durdica Jablonski hat ihren Garten im Laufe vieler Jahre „altersgerecht“ gemacht: So hat sie etwa die Beete angehoben, damit sie sich in der Enge leichter pflegen lassen – „zum Bücken hab ich hier kaum Platz!“ Und sie hat auf engstem Raum Wege und Winkel eingebaut, die der kleinen Fläche eine größere Struktur geben: „Ein Garten muss Überraschungen haben, und er muss riechen und schmecken. Ich habe sicher nicht den größten und schönsten Garten, aber vielleicht einen für die Besucher interessanten.“

Für die zahlreichen Gartentouristen gab"s viel Interessantes zu sehen, was sie der Organisation von Doris Heise-Lück zu verdanken haben, die auch in diesem Jahr die Koordination der Gartenreise in Händen hatte.

Quelle: op-online.de

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