Altes Feuerwehrhaus abreißen?

Rödermark - Die CDU/AL-Koalition will zwei zentral gelegene Quartiere aufwerten und fordert vom Magistrat städtebauliche Konzepte für das „City Hotel“ in Urberach und den Bereich rund ums alte Ober-Röder Feuerwehrhaus. Von Michael Löw

Selbst der Abriss beider Gebäude ist für die Fraktionsvorsitzenden Michael Gensert und Stefan Gerl eine Option. Die Koalitionäre bezweifeln, dass eine Sanierung der 1964 gebauten Feuerwache, in der Jugendzentrum, Seniorentreff, Kleiderkammer und die städtische Fachabteilung Kinder und Jugend untergebracht sind, noch Sinn macht. Der Magistrat soll zwei Alternativen prüfen: Abriss und Neubau oder Abriss plus Erweiterung des Kulturhallenplatzes für Freiluftveranstaltungen.

Gerl orientiert sich dabei am Häfnerplatz in Urberach, der seit Jahren - dank der Infrastruktur der Kelterscheune - eine Bühne für Kleinkunst oder Märkte ist. Ein größerer Kulturhallenplatz ist seiner Ansicht nach keine Konkurrenz für den voriges Jahr teuer gepflasterten Marktplatz: Die Halle selbst sowie ihre Toiletten und Gastronomie böten da ganz andere Möglichkeiten.

Schwarz-Grün will die Häuser am Rathausplatz erhalten

Schwarz-Grün will die Häuser am Rathausplatz erhalten. Das ist eine der zentralen Forderungen. Hintergrund: Durch die Diskussion um eine Gestaltungssatzung für den Ortskern Ober-Roden geisterte das Schreckgespenst eines klotzigen Neubaus anstelle des alten Klinkerhauses an der Einfahrt in die Trinkbrunnenstraße.

„Wir wissen, dass die Stadt klamm ist. Die Finanzierung muss angesichts der Haushaltslage kritisch geprüft werden“, sagte Gerl. Der Verkauf des ungenutzten Festplatzes in der Alfred-Delp-Straße könnte Geld in die leere Kasse bringen.

Was wird aus dem riesigen Komplex „City Hotel“/Minimal-Markt zwischen Robert-Bloch- und Bahnhofsstraße? CDU und AL regen Betreutes Wohnen in den ehemaligen Hotelzimmern und eine Mischung aus Wohnen, kleinräumigem Gewerbe und Kneipen im Ex-Supermarkt an. Dessen mehrere hundert Quadratmeter großes Flachdach könne durch Maisonettewohnungen rund um einen innenliegenden Garten zu einer begehrten Innerorts-Adresse werden.

Stadt gehört keines der Gebäude

Aber auch hier werde ein Abriss nicht von vornherein ausgeschlossen, ergänzte Gerl auf Nachfrage. Anders als in Ober-Roden gehört der Stadt keines der Gebäude. Daher müsse der Magistrat zusammen mit den Eigentümern und Nachbarn nach Lösungen suchen.

Drumherum soll ein Durchstich zwischen den beiden Straßen für eine gute Fußgänger- und Radfahrerverbindung sorgen. Außerdem soll die Tiefgarage benutzerfreundlich umgebaut werden. Die Koalitionsanträge werden am 23. November im Bauausschuss und am 6. Dezember in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert.

Quelle: op-online.de

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