Landeswohlfahrtsverband fördert Kontakt- und Beratungsstelle der „Brücke“ im Breidert

Anlaufstation für psychisch Kranke

Ober-Roden - Der Landeswohlfahrtsverband unterstützt „Die Brücke“ des Diakonischen Werks mit knapp 44.000 Euro.

Der Förderbeitrag orientiert sich an der Einwohnerzahl des Versorgungsgebietes: Die Psychosoziale Kontakt und Beratungsstelle der „Brücke“ betreut Menschen aus Rödermark und Umgebung. In 70 hessischen Städten gibt es Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen (PSKB), in denen psychisch kranke Männer und Frauen dauerhaft oder vorübergehend unterstützt werden. Der in Kassel ansässige Landeswohlfahrtsverband (LWV) fördert die 44 Träger dieses Jahr mit rund 2,59 Millionen Euro (2016: 2,57 Millionen Euro). Das hat der Verwaltungsausschuss beschlossen.

„Psychisch kranke Menschen sind zuweilen unsicher, finden nur schwer Kontakt und wissen bei erhöhter Belastung oft nicht so genau, an wen sie sich wenden sollen. In solchen Fällen sind PSKB die richtigen Anlaufstellen, die wir finanziell absichern wollen“, sagt LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann. „Die Brücke“ des Diakonischen Werks in der Wittenberger Straße 1 bekommt für die Arbeit ihrer Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle vom LWV 43.579 Euro. Die Mittel richten sich nach der Einwohnerzahl im Versorgungsgebiet. Pro Einwohner zahlt der LWV 41 Cent. Diese Förderung deckt rund 30 Prozent der Kosten einer solchen Einrichtung.

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Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen sind ein niedrigschwelliges Angebot und damit die Basis der gemeindepsychiatrischen Versorgung in Hessen. Sie stehen sowohl Menschen mit einer seelischen Behinderung, also chronisch psychisch Kranken, als auch deren Angehörigen offen. PSKB bieten Gelegenheit zu Gesprächen untereinander und mit den Mitarbeitern. Sie helfen, Struktur in den Tag zu bringen. So vermittelt die Kontaktstelle der „Brücke“ Betroffenen weiterführende Hilfen oder unterstützt sie im Anschluss an eine stationäre Behandlung. Die PSKB sind auch Begegnungsstätten, die ermöglichen, den Tag gemeinsam zu planen und zu gestalten. Es gibt keine verbindliche Teilnahme: Das Angebot ist offen, alle Beratungen sind vertraulich und kostenlos.

Die PSKB sind in der Regel Bestandteile Psychosozialer Zentren, einem Verbundsystem, zu dem wie bei der „Brücke“ auch Tagesstätten und Betreutes Wohnen zählen. Sie werden von Trägern der freien Wohlfahrtspflege oder in kommunaler Regie betrieben. (lö)

Quelle: op-online.de

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