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Trommelwirbel und Stelzenlauf des Duos „Samnas“ zwischen den Besuchern waren ein beeindruckender und fröhlicher Einstieg in die Afrikanacht des AZ, der Lust auf mehr machte.

Ober-Roden - Es war ein großartiges Fest voll Rhythmus und Fröhlichkeit, was da am Samstagabend vor der Kulturhalle ablief. Von Christine Ziesecke 

Hunderte von Menschen klatschten, hüpften und tanzten ohne jegliche Berührungsängste zu afrikanischer Musik, ließen sich von den Rhythmen der großen Trommeln oder von kultigen Reggae-Ohrwürmern wie dem Bob Marley-Hit „No Woman, no Cry“ mitreißen.

In der unterteilten Kulturhalle ließen sich die Sinne trefflich testen, oder man weidete sich einfach an den Exponaten Rödermärker Künstler und ihrer Gäste.

Die Band „Susu Bilibi“, deren Musiker aus Togo und Ghana stammen, und das Duo „Samnas“ verbreiteten eine ansteckende Lebensfreude, der sich niemand entziehen konnte. Auch die vielen Gäste von außerhalb, etwa aus Ober-Rodens österreichischer Partnerstadt Saalfelden, ließen sich von den Klängen begeistern und genossen das kulinarische Angebot, für das der Deutsch-Türkische Freundschaftsverein ebenso sorgte wie die „Freunde der Nacht“ und der BSC für die Getränke. Einziges Problem für AZ-Chef Lothar Rickert: „Wir mussten während des Abends ständig Nachschub an Essen und Getränken holen – wir hatten gar nicht auf so viele Menschen gehofft! Nun gibt’s morgen nur noch Reste!“

Eingebettet war die „Afrikanische Nacht“ in die Ausstellung „Sinn oder Nichtsinn“, die von der Künstlergruppe KiR, vom Alternativen Zentrum und von der Stadt ein Jahr lang vorbereitet und am Wochenende mit viel Esprit und Eigenleben zur Schau gestellt wurde. Im Rahmen des Kultursommers Südhessen und mitgetragen von der Kulturstiftung der Sparkassen war die Kulturhalle zum Irrgarten der Sinne geworden, der vom Besucher ganz persönlich mit Augen, Ohren, Zunge, Nase und Haut aufgenommen werden konnte. Die Künstler steuerten Irritation und Irrsinn als Extra-Würze bei.

Nase und Ohren getestet

Ganz tief durfte jeder Gast an der Riech-Bar seine Nase ins Unbekannte stecken.

Die Besucher konnten an der Riech-Bar ihren Geruchssinn und an der Hör-Bar ihre Ohren testen, stellten wohl immer wieder fest, wie vieles schon verkümmert ist oder wie wenig verlässlich die eigenen Empfindungen doch sind: wenn etwa Gerüche im Umfeld verschiedener Farben ganz unterschiedliche Ergebnisse brachten. Auch bei der Kunst ließ es sich trefflich raten – kleine Ausschnitte großen Werken richtig zuordnen brachte ebenso Gewinnchancen wie etwa Blindverkostungen oder richtiges Blumen erfühlen.

Die Organisatoren – allen voran Hans-Peter Schmücker und Sylvia Baumer für KiR, Lothar Rickert fürs AZ, Ulrike Kriegsch für das Unternehmer-Forum sowie Bürgermeister Roland Kern - freuten sich über das große Interesse der Besucher und über die lebhafte Teilnahme von etwa 30 Gastkünstlern, unter anderem aus der Partnerstadt Saalfelden: „Wir danken aber auch den Vereinen, die bei der Bewirtung geholfen haben, und vor allem der Technik der Kulturhalle – was sie geleistet haben, war sagenhaft!“

Der Erfolg der Premiere ist zugleich Startgarantie fürs nächste Jahr – das Sommerevent soll wohl zur Tradition werden.

Quelle: op-online.de

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