Anzeige hat Nachspiel im Parlament

Rödermark (lö) - Die rund 16.000 Euro teure Anzeige der Stadt im Merian-Heft „Hessen“ hatte ein parlamentarisches Nachspiel. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Kruger forderte vom Magistrat eine Kosten-Nutzen-Abwägung der Hochglanzwerbung.

Kruger fragte den Magistrat, wer die ganzseitige Anzeige, in der sich Badehaus, Kulturhalle und Innovationscentrum vorstellen, letztendlich in Auftrag gab. Dafür sei er in Abstimmung mit Bürgermeister Roland Kern und den Fachbereichsleitern verantwortlich gewesen, erläuterte der Erste Stadtrat Alexander Sturm und verteidigte „eine richtige Entscheidung“ gegen die FDP-Kritik.

Der Magistrat hofft, dass die Anzeige Unternehmen und hochqualifizierte Arbeitnehmer, die einen neuen Wohnort suchen, auf Rödermark aufmerksam macht. Sturm: „Es gibt in Hessen kaum ein zielgerichteteres Instrument für Rödermark-Werbung als dieses Merian-Heft.“

Auf die FDP-Anfrage hin erläuterte Sturm auch die Werbeetats von Badehaus , IC und Kulturhalle für dieses Jahr: 70 .000 Euro, 20. 000 Euro und 33 .250 Euro.

Die Anzeige soll zumindest teilweise über den Verkauf des Merian-Heftes refinanziert werden. Die Stadt hat vom Verlag ein Kontingent von knapp 1000 Exemplaren erhalten, die sie zum Vorzugspreis von sechs Euro verkauft. Im Handel kostet das Heft 7,95 Euro. Die reduzierten Hessen-Hefte gibt es nur im Badehaus.

Quelle: op-online.de

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