Menschen ohne Job wieder Mut machen

Ober-Roden (lö) - Die deutsche Wirtschaft brummt trotz Euro-Krise und Ölpreis-Rekorden. Ende März waren rund drei Millionen Menschen arbeitslos - dieser Wert zeugt ebenfalls von einer robusten Konjunktur.

Rund 3. 028.000 Arbeitslose sind aber auch 3. 028 .000 Schicksale, die gemeistert werden wollen. Mary Burke-Boz nimmt nicht nur ihres in die Hand, sondern gründet die Arbeitslosen-Selbsthilfegruppe „Just do it“. Ein erstes Treffen findet am Freitag, 13. April, von 10 bis 12 Uhr im alten Ober-Röder Feuerwehrhaus statt. Kaffee und Tee zum Selbstkostenpreis sollen für eine lockere Atmosphäre sorgen und das Gespräch unter Leidensgenossen erleichtern.

„Der Name Just do it steht für die Bereitschaft, sein Schicksal nicht als unabänderlich hinzunehmen“, sagt Mary Burke-Boz, die seit drei Jahren arbeitslos ist. Sie will andere motivieren und aus der Mutlosigkeit holen, die viele Arbeitslose nach unzähligen vergeblichen Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen befällt. Die Jobsuche wird besonders für Menschen jenseits der 50 oft zum Frusterlebnis, obwohl Firmen oft betonen, wie wichtig ihnen die Erfahrung älterer Mitarbeiter ist.

Der Erfahrungsaustausch in der Gruppe soll Eigeninitiative stärken und Netzwerke schaffen. Auch Selbständigkeit ist nach Ansicht der „Just do it“-Initiatorin ein Weg aus der Arbeitslosigkeit.

Mary Burke-Boz ist als Erzieherin eigentlich eine Frau, die problemlos eine neue Stelle finden müsste. Schließlich suchen Kommunen und frei Träger händeringend nach Fachkräften. Doch gefragt sind Erzieherinnen für die so genannte U3-Betreuung. Im Mini-Kindergarten habe sie wegen eines chronischen Rückenleidens aber keine Chance, sagt Mary Burke-Boz.

Quelle: op-online.de

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