Auch närrische Frauen brauchen die Männer

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Da mögen die närrischen Damen noch so über das starke Geschlecht lästern: Tanzende Männer auf der Bühne brachten sie schier aus dem Häuschen.

Ober-Roden ‐ „900 Fraue, mein Gott is des schee!“ Sitzungspräsidentin Corinna Kuhn war ob des riesigen Andrangs gleich zu Beginn des Fünfeinhalb-Stunden-Programms sichtlich beeindruckt. Bei der elften Auflage ihrer Damensitzung war die Turnerschaft von ihrer eigenen Halle in die Kulturhalle umgezogen. Von Sascha Eyßen

Das karnevalistische Jubiläum sorgte nicht nur für einen Besucherrekord bei der längst weit über Rödermarks Grenzen hinaus bekannten Veranstaltung. Sie war auch eine Premiere. Das erste Mal überhaupt fand in der 1994 eröffneten Kulturhalle eine Fastnachtssitzung statt. Nach elf Jahren hat sich mittlerweile die ein oder andere Tradition heraus gebildet. So eröffnete erneut das Marschballett der TS die Damensitzung. Auch diesmal heizte die Gruppe mit ihren originellen Kostümen die Stimmung an. Nicht wegzudenken aus dem Programm ist Denis Krumb. Zur Sitzung Nummer elf gab es ein „Best of Denis“, bei dem Krumb nicht nur als DJ Ötzi glänzte. Im zweiten Teil hatte der Stimmungsmacher einen weiteren Soloauftritt.

Mit Peter Begge („Ein Hausmeister“) hatte die TS einen Gast aus Mainz, der erstmals bei der TS-Damensitzung vorbei schaute. Einen spektakulären Auftritt legten die „Schlabbedabber“ aus Auffenau hin, die in Indianerkostümen tanzten.

Der Auftritt von Dieter Thomas Kuhn (Harald Eyßen) und seiner Band war 2002 bei der TS-Fastnacht einer der Höhepunkte der Kampagne. Acht Jahre später bewies die Truppe zum Damensitzung-Jubiläum in der Originalbesetzung von damals , dass sie nichts verlernt hat. Auch die Kostüme passten noch so perfekt wie 2002.

Nach der Pause gingen Stefanie Kunkel („Das Haar in der Sippe“) und Corinna Kuhn in die Bütt. In ihrer Paraderolle als „Die Dolle“ teilte die Sitzungspräsidentin zur Freude der 900 Geschlechtsgenossinnen im Saal kräftig gegen die Männerwelt aus.

Trotzdem durften Männerballett-Gruppen auch im zweiten Teil nicht fehlen. Neben den Funkenspritzern aus Weiterstadt waren auch die Gastgeber von der TS vertreten. Mit Bert Dreher („Amy Winehouse“) an der Spitze brachte das Männerballett der Damensitzung ein viel umjubeltes Ständchen.

Die Stripper Francesco und Nico, die im Laufe des Abends immer mal wieder auf der Kulturhallenbühne standen, vollendeten anschließend ihre Arbeit. Den längsten Auftritt der Sitzung legte Entertainer Julius Müller hin. 50 Minuten lang sang Lieder aus der Pop- und Schlagerszene von den Siebzigern bis zur Gegenwart.

„Ein großer Dank an unser superstarkes Publikum. Wir sind stolz, dass wir bis um 1 Uhr eine riesen Stimmung hatten“, fiel die Bilanz von TS-Damenelferrats-Chefin Tina Köhl sehr positiv aus. Der Dank Köhls, die Corinna Kuhn bei der Moderation unterstützte, ging neben den vielen Helfern des Vereins auch an das Technik-Team der Kulturhalle, das für einen reibungslosen Ablauf sorgte.

Quelle: op-online.de

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