Ausgerissen und neu gesetzt

+
Gemeinsam mit der Rödermärker Ehrenamtsbeauftragten Elke Heidelbach übergaben Verena Henschler und Werner Weber vom NABU die „persönlichen Daten“ von „Rewena“, dem neu gepflanzten Hochstamm-Apfelbaum, an Grundstückseigentümer Franz Kern. Ofenfrischer Apfelkuchen belohnte die Helfer.

Rödermark - Mit zwei Aktionen beteiligte sich die Ortsgruppe Rödermark des Naturschutzbundes (NABU) vorigen Samstag am dritten Freiwilligentag von Diakonischem Werk und Kreis Offenbach. Von Christine Ziesecke

Dabei ging es an der Rodau wieder einmal dem Indischen Springkraut an die Wurzeln. Es wird im Volksmund auch Wucherorchidee genannt, da es immer wieder die restliche Vegetation dominiert. Rödermarks Ehrenamtsbeauftragte Elke Heidelbach, Rüdiger Werner vom NABU, Zivildienstleistende und weitere Mitglieder des Vereins suchten die Uferböschung von der Trinkbornschule bis weit Richtung Mündung nach der wuchernden Pflanze ab und sammelten sie ein.

Am Jügesheimer Weg - zwischen dem Feldkreuz hinter dem Germania-Sportplatz und der Kläranlage Waldacker - liegt das 1 800 Quadratmeter große Grundstück von Franz Kern (77), das einst seinem Vater gehörte und das er bis auf ein Stück Land, das er mit Erdbeeren, Kartoffeln und allem Möglichen quer durch den Garten selbst pflegt, den Bauern der Umgebung zur kostenlosen Bewirtschaftung überlässt.

Auf dem Mittelrain, an den die landwirtschaftlichen Fahrzeugen nicht herankommen, hat Kern vor vielen Jahren schon Obst- und Nussbäume gepflanzt, nun verspricht der NABU mit der Pflanzung eines Apfelbaumes die Neuanlage einer Streuobstwiese an dieser Stelle.

Nachdem der junge Stamm fest und gerade in der Erde versorgt war, überreichte Verena Henschler mit Werner Weber vom NABU und Ehrenamtsbeauftragter Elke Heidelbach die Urkunde für den neuen Hochstamm-Apfelbaum der Sorte „Rewena“ an Franz Kern.

Tote Fische gefunden

Beim Springkrautjäten fanden die Helfer etwa 40 tote Fische, mit 10 bis 15 Zentimetern Länge größer als die üblichen Stichlinge und auch weit mehr als die übliche Anzahl. Rüdiger Werner vermutet, dass bei der Renaturierung der Rodau vielleicht aus tieferen Bodenschichten Giftstoffe freigesetz wurden, die jetzt zum Tod der Fische geführt haben. Nächste Woche wird nun ein mit der NABU zusammenarbeitender Experte Wasserproben aus dem Bach entnehmen und diese untersuchen.

Quelle: op-online.de

Kommentare