Ausgezeichnete Künstler

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Stellvertretend für die Rödermärker Künstlergruppe KiR nahm Vorsitzende Sylvia Baumer den Kulturpreis freudig entgegen.

Urberach (chz) ‐ Es waren zwar keine Oscars und keine Bambis, die in der Urberacher Kelterscheune verliehen wurden, aber für die Preisträger waren sowohl der damit verbundene Ruf als auch der finanzielle Zuschuss ähnlich wertvoll.

Zum dritten Mal in ihrer Geschichte hat die LAKS, die Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren in Hessen, zu der auch das AZ Rödermark gehört, den Kulturpreis „Bürgerschaftliches Engagement in der Soziokultur“ vergeben. Unterstützt wird die Aktion von der Landesehrenamtskampagne „gemeinsam aktiv“ der Hessischen Staatskanzlei; gefördert wird damit bereits geleistetes bürgerschaftliches Engagement. Wichtig bei der Auswahl der Preisträger sind vor allem Impulsgebung, hohe Vernetzung und Originalität sowie eine große Nachhaltigkeit; die Vorschläge kommen von den LAKS-Mitgliedern.

Nicht ganz zufällig waren diesmal alle Gäste nach Rödermark angereist, denn der erste Preisträger ist KiR, der hier beheimatete Künstlerverein, der vor allem mit dem Thema „Verbindungen schaffen“ und hier speziell „Stühle verbinden“ in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erreicht hat. Doch nicht die Kunstwerke, Aktionen oder Anstöße wurden ausgezeichnet, sondern die Initiativen selbst.

Starke Vernetzung mit anderen Vereinen

Den Sonderpreis in Höhe von 1 000 Euro erhielt in diesem Jahr das Ehepaar Conchita Gomez und German Reina, das seit 30 Jahren im heutigen Kasseler Kulturzentrum Schlachthof für ein soziokulturelles Miteinander arbeitet. 2. Preisträger ist das „FreeFlow Festival“, ein sich allmählich entwickelndes Netzwerk, das sich aus der Musiker- und Künstlerinitiative „Strom“ heraus entwickelt hat und zunehmend zu einem Beteiligungsprojekt gewachsen ist, dessen Höhepunkt alljährlich das dreitägige Festival rund um die Kasseler Kulturfabrik Salzmann darstellt.

Den ersten Preis, dotiert mit 5 000 Euro, konnte Sylvia Baumer als Vorsitzende des Vereins Kunst in Rödermark (KiR) in Empfang nehmen. Im Beisein vieler KiR-Mitglieder überreichte LAKS-Geschäftsführer Bernd Hesse die Urkunde mit der Begründung, dass es das wesentliche Ziel der Kir-Künstler und –Künstlerinnen sei, „Kunst für die Bevölkerung begreifbar zu machen und Impulse zu geben, sich selbst einzubringen und gemeinsam Kunstwerke und kommunikative Prozesse entstehen zu lassen“.

Besonders die starke Vernetzung mit anderen Vereinen und Gruppen als Bindeglied zwischen Bildender Kunst und der Bevölkerung Rödermarks – etwa auch am Beispiel der bunten Stühle, die natürlich auch in der Kelterscheune von der Decke hingen und überall präsent waren – habe den Ausschlag für die Preisverleihung gegeben. Im Namen von KiR bedankte sich Sylvia Baumer beim AZ-Vorsitzenden Lothar Rickert, der als LAKS-Mitglied KiR für den Preis vorgeschlagen hatte, und freute sich über das Preisgeld, das vor der im Herbst geplanten Veranstaltung mit der Theatergruppe „Die Schmiere“ gerade recht komme.

Quelle: op-online.de

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