Ausgezeichnete Stimmen - gepaart mit Humor und Witz

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Bob Schrod überzeugte als Solist ebenso wie als Pianist und musikalischer Leiter der Gesangsgruppe „kurz & bündig“.

Ober-Roden - (chz) Zwei Tage vor dem großen Auftritt stand das Geburtstagskonzert der „Künstleragentur kurz & bündig“ plötzlich unter ganz neuen, nämlich traurigen Vorzeichen: Ihr langjähriger Sänger Robert Schrod sen. war gestorben.

Moderator Gregor Wade verdeutlichte am Samstag in der bis auf den letzten Platz besetzten TG-Halle im Namen der Gruppe, warum sie trotzdem an diesem Abend auftrat: „Dieser Mann hat uns lange Jahre von der ersten Stunde an begleitet, doch es wäre mit Sicherheit in seinem Sinne gewesen, dieses Konzert stattfinden zu lassen.“

Sichtlich bewegt, aber mit einem stillen Lächeln gedachten viele der Besucher des charismatischen Urgesteins, der die letzten Jahre stets mit dem Krückstock ganz außen in der Reihe gestanden hatte. Und so war er wohl für viele an diesem Abend ständig präsent.

Günther Schwerber, Schirmherr und Freund von „kurz & bündig“, konnte viele Ehrengäste begrüßen, die wie auch alle anderen Besucher mit der kleinen, aber sehr gediegenen und informativen Festschrift einen gutes Gefühl dafür vermittelt bekamen, was die „Künstleragentur kurz & bündig“ ist - eine Gruppe anspruchsvoller Sänger und Solisten aller Stimmlagen, in den Frohsinn-Chören beheimatet und neben dem a capella- und dem klavierbegleiteten Gesang auch dem Komödiantischen sehr zugetan.

„Interton-Trio“ war mit dabei

Oft unauffällig zwischen den Chorstimmen, oft bewusst im Zentrum standen auch am Samstagabend die vielen hervorragenden Solostimmen, allen voran Bassist Gregor Wade, Heinz Kiel junior und natürlich „kurz & bündig“-Leiter Bob Schrod, der nicht nur stimmlich, sondern auch am Klavier und mit seinen eigenen Arrangements stark beeindruckte.

Was nicht in der Festschrift stand, waren die zahlreichen Überraschungen, die „kurz & bündig“ während des zweistündigen Programms auf die Bühne brachte: Nicht nur brandneue und topaktuelle zusätzliche Strophen mit Textadaptionen bis hin zu Orwisch und Obama, sondern auch hochrangige musikalische Gäste wie etwa Matthias Schlachter, der für den rekonvaleszenten „Heldentenor“ Karlheinz Hitzel einsprang und die Zuhörer mit der „Julischka“ begeisterte.

Ein Geburtstagsgeschenk machte sich die Gruppe auch selbst, indem sie ausnahmsweise nicht allein auf der Bühne stand, sondern für ihren 20. Geburtstag das Dreieich-stämmige „Interton-Trio“ rund um Helmut Sauer dazu gebeten hatte - mit echter handgemachter Musik von Quetschkommode bis Bass untermalten sie die Auftritte der 14 engagierten Sänger melodisch.

Quelle: op-online.de

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