Ober-Roden

Autodidakten brauchen Tipps

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Die Computerkurse an der Volkshochschule sind sehr bleiebt und gut besucht.

Ober-Roden - (chz) Tag der offenen Tür im Bereich Informatik der Volkshochschule Rödermark: Wer sich nicht ganz klar ist, wo er mit seinen PC-Kenntnissen gerade steht und welche Kurse für ihn geeignet sind, war in der Vhs-Geschäftsstelle im „Zehnthof“ richtig.

Acht Seiten Beschreibungen allein der Angebote auf diesem Gebiet im aktuellen Halbjahresprogramm verdeutlichen den Bedarf an einem solchen Einstufungstag.

„Das Gros der Teilnehmer im EDV-Bereich ist über 40 und hat unterschiedliche Motive: Erwerbstätige müssen sich auf den neuesten Stand bringen; Senioren, die einen PC haben, wollen das lernen, was sie im Beruf vielleicht nie gebraucht haben; andere möchten ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt vergrößern,“ erläuterte Fachbereichsleiterin Rita Hannebauer. Sie ist bei der Kreisvolkshochschule zuständig für die Planung der Kurse und die Auswahl der Dozenten und hilft in jeder Geschäftsstelle mit einer Einstufungsveranstaltung.

Rita Hannebauers Erfahrung: „Viele brauchen keine Beratung, wenn sie aus einem vorangegangenen Kurs kommen oder sich anderweitig informieren. Doch jene PC-Benutzer, die sich autodidaktisch oder mit Hilfe von Freunden und Kollegen an den Rechner herangearbeitet haben, können sich nicht gut einschätzen.“ Und es gibt viele Menschen, die nicht recht wissen, wo sie stehen und das an dem umfangreichen Angebot der Vhs in EDV - etwa 70 bis 80 Kurse im Kreis - klären wollen.

Viele der rund 20 Interessenten waren Rentner und haben wie der Rodgauer Dieter Hecksel (66) schon eine Weile einen Computer daheim stehen. Hecksel hat sich den Umgang damit selbst beigebracht und versucht nun, die für die Einstufung gestellten Aufgaben im Internet zu lösen, etwa „die kürzeste Bahnverbindung ohne Umsteigen nach Düsseldorf“. Die erste kein Problem, doch bei den nächsten Aufgaben, in denen auch Anwendungen verbunden werden müssen, wird's schon schwieriger. Nach Rücksprache mit Rita Hannebauer wird Dieter Hecksel erst eine Kursstufe niedriger wählen als geplant.

Ähnlich ergeht es einem weiteren Teilnehmer (77) aus Rodgau, dem viele liebe Menschen viele Bruchstücke beigebracht haben. Aber ihm fehlen die Verknüpfungen, um das Prinzip zu verstehen - das erhofft er sich nun von der Vhs.

Die Urberacherin Monika Peschke (59) hat lange Jahre in der Caritas-Sozialstation in der ambulanten Altenpflege gearbeitet, was sie aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Nun betreut sie bei der Caritas in Offenbach Hartz IV-Empfänger. „Ich habe zwar sehr nette Mitarbeiter, die mir am PC helfen, aber ich möchte das gerne alleine können“, sagte sie. Nach einigen Testaufgaben wird sie sich nun in Kurs „Bausteine 2“ einschreiben.

Hagen Lenk (43) arbeitet als Selbständiger in Rödermark. Da er sich beruflich verändern möchte, will er sich im Programmierbereich fortbilden, speziell in der Programmiersprache SSI. Sich im falschen Kurs anzumelden wäre vor allem Zeitverschwendung - auch er nutzte deshalb gerne das Beratungsangebot.

Quelle: op-online.de

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