Gründliche Sanierung

Badehaus ist eine Baustelle

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Das große Hauptbecken im Badehaus wurde von Grund auf neu aufgebaut.

Rödermark - Das seit 1. Juli geschlossene Badehaus soll nach gründlicher Sanierung am 2. oder 3. Januar 2015 wieder öffnen. Von Bernhard Pelka

Staub, Dreck, Eimer mit Baumaterial ohne Ende, in der abgehängten Decke klafft ein Loch: Das Badehaus ist zurzeit eine große Baustelle. Nachdem der Rechtsstreit mit der damaligen Baufirma Adolf Lupp beigelegt werden konnte, bessert Lupp seit 1. Juli kräftig nach.

Das undichte Hauptbecken wurde von Grund auf neu aufgebaut, abgedichtet und gefliest. „Die sind hier mit einem Kleinbagger reingefahren, um auszuräumen“, erinnert sich Erster Stadtrat Jörg Rotter. Er ist froh, dass die Bauarbeiten jetzt so exakt ausgeführt werden. „Auch wenn wir einige Monate schließen mussten.“

Seit Öffnung des seinerzeit am Standort des alten städtischen Bades entstandenen Badehauses war die Mängelliste lang. Wasser aus dem Schwimmbecken lief in die Technikräume und den Eingangsbereich eine Etage tiefer. Das Duschwasser fand Wege abseits der Abflüsse. Aus dem Plantschbecken suchte sich Wasser seinen Weg bis zum zehn Meter entfernten Haupteingang. Aus der Decke der Sauna tröpfelte es, die rutschigen Fliesen waren schief verlegt: Pfusch am Bau. Die Baufirma Lupp schafft dies nun alles für mehrere hunderttausend Euro aus der Welt.

Scharfe Fußbodenreiniger machen auch dem schmalen Klein-Mosaik im Fußboden vor den Umkleidekabinen zu Schaffen. Die Steinchen müssen getauscht werden. Die Sanierung des Badehauses endet planmäßig Ende November. Dann wird eingeräumt und es folgt der Probebetrieb. Eröffnung ist Anfang 2015.

In die Decke am Sauna-Empfang mussten 14 Revisionsklappen eingebaut werden, um von unten an die Lecks heranzukommen. Neue, rutschhemmende Fliesen wurden am Becken verlegt. Die Fliesen haben jetzt mehr Gefälle, damit die riskante Pfützenbildung vergangener Tage ausbleibt. Auch im Zugang zu den Duschen stand das Wasser gern. Dort gibt es jetzt Ablaufrinnen. Die Duschen wurden neu gefliest. Trennwände schaffen Sichtschutz. Rotter lobt ausdrücklich die Firma Lupp und die Fliesenleger der Alzenauer Flietek GmbH. Sie haben 69 Bodenhülsen rings ums Hauptbecken, die zum Beispiel Halter für die Startblöcke oder eine Sicherungskette aufnehmen, fachmännisch abgedichtet. Die Hülsen waren 2007 nur in den Estrich gesenkt und von oben zugeschmiert worden.

Die Wärmebank an der großen Glasfront ist neu. Ihr Inneres war aufgeweicht. Eine Stahlrundkante entschärft dort nun unangenehme Ecken. Das Schwimmbaddach ist jetzt dicht und dick gedämmt. 400 Meter dauerelastisches Fugenmaterial sind allein in der Sauna eingebracht worden.

Quelle: op-online.de

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