Bahnhof Ober-Roden

Zwei Bieter werfen das Handtuch

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Ober-Roden - Von den drei potenziellen Käufern des Bahnhofs Ober-Roden ist kurz vor der Abstimmung im Stadtparlament nur noch der Urberacher Projektentwickler Hans-Jörg-Vetter übrig.

Sowohl Schwerber Hausbau als auch die Interessentengruppe Wunderlich/Winkler/Schraverus zogen ihre Angebote zurück. Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet am Dienstag, 4. Dezember, über den Verkauf des früheren Empfangsgebäudes und rund 250 Quadratmeter Bahnhofsplatz. Zwölf Interessenten hatten Angebote abgegeben, drei kamen in die engere Auswahl. Sie hatten ihre Ideen am 23. Oktober im Bauausschuss vorgestellt.

Der Bahnhofsverkauf stand ursprünglich am 12. November auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. Doch der Magistrat vertagte den Beschluss, weil noch nicht alle Bieter ihre Entwürfe mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt hatten. „Diese Verzögerung hat nur den anderen genutzt“, schimpfte Günter Schwerber, dessen Unternehmen seit 1973 im Immobiliengeschäft ist. Sein Sohn und er seien die einzigen gewesen, die zum geplanten Abstimmungstermin ein mit den Behörden abgestimmtes Denkmalschutzkonzept vorgelegt hätten. Schwerber verärgert: „Unter Geschäftsleuten gilt so ein Termin als verbindlich.“ Zumal auch seine potenziellen Mieter - ein Apotheker und ein Optiker - Planungssicherheit gebraucht hätten.

Rückzug der Interessentengruppe

Ähnlich begründete auch Daniel Winkler den Rückzug seiner Interessentengruppe. „Das ganze Procedere war sehr unbefriedigend“, kritisierte der frühere Spitzenturner die immer neuen Anforderungen von Stadt und Denkmalbehörde. Er machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: „Wir haben in unsere Planung viele Herzblut reingehängt.“

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Der Magistrat hat immer noch keine Verkaufsempfehlung abgegeben. Theoretisch sind also immer noch zehn Interessenten im Rennen. Dennoch dürfte die Entscheidung auf Vetter hinauslaufen, der im Bahnhof unter anderem einen Servicestore, der Fahrkarten verkauft, einen Frischemarkt und ein Restaurant unterbringen will. Nach Absprache mit der Denkmalschutzbehörde verzichtet er auf eine Solaranlage zur Energiegewinnung. Den Bauantrag will Hans-Jörg Vetter Ende März einreichen, kündigte er gegenüber unserer Zeitung an. Dann nämlich beginne auch die Stadt mit der Umbau des Bahnhofsplatzes und dem Bau weiterer Parkplätze im nördlichen Teil des Geländes.

Quelle: op-online.de

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