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Bahnhofs-Verkauf im zweiten Anlauf?

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 Die vergammelten Schuppen könnten eventuell noch dieses Jahr abgerissen werden.

Ober-Roden - Alles zurück auf Null beim Bahnhof Ober-Roden: Das hatte das Parlament am 26. Juni einstimmig beschlossen und den Verkauf des ehemaligen Empfangsgebäudes an das Steuerberatungsbüro Contrust rückgängig gemacht.

Gleichzeitig beauftragten die Stadtverordneten den Magistrat, einen neuen Investor zu suchen.

Seit gestern nun ist der Bahnhof wieder auf dem Markt. An den Mann gebracht werden sollen das Gebäude und rund 800 Quadratmeter Freifläche.

Der denkmalgeschützte Bahnhof hat 550 Quadratmeter Nutzfläche verteilt auf drei Etagen. Denkbar sind Büros, Praxen, Ateliers, Gastronomie - vorzugsweise gehoben - und Wohnungen. Das Gebäude ist hochgradig sanierungsbedürftig.

Einen Kaufpreis nennt die Stadt in ihrem Exposé nicht. Sie selbst hatte den Bahnhof und rund 5400 Quadratmeter Gelände drumherum 2007 zum Preis von 400.000 Euro von der Deutschen Bahn gekauft. Das Gebäude selbst ist etwa ein Zehntel dieser Summe wert.

Parkplätze sind knapp am Bahnhof. Pendler und die Anwohner der Seitenstraßen wissen davon ein trauriges Lied zu singen. Entlastung soll ein Parkplatz nördlich des Gebäudes bringen.

Das Parlament gab der Verwaltung als Richtpreis jene 68.300 Euro vor, die Contrust zu zahlen bereit gewesen wäre. Kämmerer Alexander Sturm ließ gestern während der Magistratspressekonferenz durchblicken, dass dieser Betrag Verhandlungssache ist. Stimmt das Konzept, lässt die Stadt über den ein oder anderen Euro mit sich reden.
„Alles ist rein, frei und clean“, versicherte Bürgermeister Roland Kern, dass alle Altlasten beseitigt seien. Die hatten die Verhandlungen mit Contrust erschwert; geplatzt waren sie letztlich wegen des Denkmalschutzes.

Potenzielle Käufer können auch Teile des Bahnhofsvorplatzes in ihre Überlegungen mit einbeziehen. Die Stadt steht einer Verpachtung von Teilflächen offen gegenüber; die privaten Pläne müssen allerdings ins städtische Gestaltungskonzept passen.

Interessenten müssen ihre Angebote bis 7. September im Bauamt abgeben. Drei bis vier unverbindliche Anfragen hat es laut Kern schon gegeben, bevor die Stadt den Verkauf jetzt erneut veröffentlichte.

Quelle: op-online.de

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