Bahnhofsverkauf unter Dach und Fach

Ober-Roden - Der Verkauf des Bahnhofs Ober-Roden ist nach langen, oft zähen Verhandlungen besiegelt. Bürgermeister Roland Kern teilte gestern mit, dass die Stadt und die Steuerberatungsgesellschaft ConTrust den Vertrag am Donnerstag bei einem Notar beurkundet haben. Von Michael Löw

Damit ist der Weg auch frei für die Neugestaltung des Vorplatzes, zu der sich die Stadt verpflichtet hat. Anders wäre sie den Bahnhof nicht losgeworden. ConTrust-Geschäftsführer Andreas Reusch kündigte an, den Bauantrag „so schnell es irgendwie geht“ beim Kreis einzureichen. Reusch will mit seiner Steuerberatungskanzlei in den Bahnhof umziehen und einen Teil des Gebäudes zur Gaststätte umbauen.

Der Verkauf des Bahnhofs, den die Stadt nebst 5000 Quadratmeter Gelände für mehrere hunderttausend Euro von der Bahn erworben hat und nun für einen Bruchteil dieser Summe weiter verkauft, sorgte immer wieder für heftige politische Diskussionen.

Vor allem die SPD hat mehrfach beklagt, dass auf dem Gelände immer noch für den Bahnbetrieb wichtige Leitungen verlaufen. Die Kabel im Empfangsgebäude sind nach Auskunft des Bürgermeisters mittlerweile gekappt und ins Technikgebäude umgelegt worden. Bezahlen muss das die Stadt, doch bisher hat die Bahn ihr keine Rechnung gestellt.

Quelle: op-online.de

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