Fußballtennis-Turnier wieder Publikumsmagnet

Ballgefühl besiegt die Kraft

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Die Orwischer Buwe 3 (Alex Kittelmann, Milan Jovic, André Schneider und Stefan Milenkovic) gewannen das Fußballtennis-Turnier.

Urberach - Für viele Daheimgebliebene oder Ferienrückkehrer ist das BSC-Sommerfest eine feste Anlaufstelle. Auch diesmal hatte der Verein ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Am meisten Betrieb war beim Fußballtennis-Turnier.

„Jedes Jahr werden wir Letzter. Wir haben noch nie ein Spiel gewonnen“, meinte Steffi Gotta von den BSC-Handballerinnen am Samstag. Daran änderte sich zwar auch dieses Jahr nichts. Aber die BSC-Frauen waren trotz ihrer vier Niederlagen bester Laune. Davon ließ sich Christopher Hegen anstecken, der am Samstag bei den Damen aushalf. „Den haben wir extra verpflichtet, hat aber leider sportlich auch nicht viel gebracht“, berichtete Steffi Gotta, die mit ihrem Team in der Handball-Bezirksoberliga ganz sicher mehr Siege einfahren wird. Am engsten verlief noch das vereinsinterne Duell gegen die Tennis-Damen (FC Venus), das mit 11:19 verloren ging.

34 Mannschaften gingen beim Fußballtennis-Turnier an den Start. Das verlangte akrobatisches Ballgefühl.

Der BSC-Vorsitzende Martin Hofmann war mit der Mannschaft der Rodauschiffer sportlich ebenfalls nicht sonderlich erfolgreich. Die Spieldauer von acht Minuten sei zu kurz, daher könne man seine konditionellen Vorteile nicht wie erhofft ausspielen, versuchten sich die Teammitglieder in Ursachenforschung. Auch bei den anderen Mannschaften waren die Ergebnisse zwar nicht unwichtig, man ließ es bei der zwölften Auflage des Fußballtennis-Turnieres aber auch locker angehen. Auf Platz eins stärkte sich etwa ein ehemaliger Hessenligaspieler auf der Auswechselbank mit einem Bierchen. „Was so en Ebbelwoi alles ausmacht“, war auf dem Platz nebenan nach einem gelungenen Ballwechsel zu hören.

Der Sieg ging an die dritte Mannschaft der „Orwischer Buwe“. Alex Kittelmann, Milan Jovic, André Schneider und Stefan Milenkovic setzten sich im Finale mit 8:5 gegen Becks United durch und durften sich anschließend bei der Siegerehrung stolz mit dem Pokal präsentieren. Für André Schneider war es sogar schon der dritte Sieg beim Fußballtennis-Turnier. Im Endspiel gab es viele lange Ballwechsel. „In der Ruhe liegt die Kraft“, beschrieben die „Orwischer Buwe“ anschließend ihr Erfolgsgeheimnis. Der dritte Platz ging an „Bacardi United 1“, die 12:6 gegen die „Orwischer Buwe 1“ gewannen. 34 Mannschaften waren beim Fußballtennis-Turnier am Start. Die hatten wieder so phantasievolle Namen wie „TG Best Ager Soccer-Team“, „Querfeldoitrupp“, „Füße Gottes“ oder„Sportfeinde Chiller“. Die Plätze auf dem BSC-Gelände hörten am Samstag auf die Namen der vier großen Tennis-Grand-Slam-Turniere, also Wimbledon, Paris, Melbourne und Flushing Meadows.

Abwechslungsreiches Abendprogramm

Zunächst standen Gruppenspiele auf dem Programm, anschließend ging es im K.O.-System weiter. Bei der zwölften Auflage des Fußball-Tennis-Turnieres gab es einige Mannschaften, die seit der Premiere 2002 immer mit dabei waren. Die Siegerehrung des Fußballtennis-Turnieres war zugleich der Startschuss für das Abendprogramm. Da gab es Live-Musik von „Frizzante“, Cocktails von den BSC-Handballern, Karaoke-Auftritte sowie Disco mit DJ Sommer.

Der Reiterhof Akita bot Ponyreiten an - was besonders die Kinder genossen.

Gestern wurden die Tennisplätze des BSC erneut zum Teil für eine „fachfremde“ Sportart genutzt. Beim Bouleturnier kämpften die Teams um den Sieg. Außerdem lockte der Frühschoppen die Gäste aufs Vereinsgelände. Für die Kinder stand das ganze Wochenende eine Hüpfburg zur Verfügung, der Kinderschutzbund bot Kinderschminken, der Reiterhof Akita war mit einigen Ponys vor Ort. Die BSC-Tennisabteilung bot für Kinder, aber auch für Erwachsene, ein Schnuppertraining an. Die Organisatoren des Sommerfestes freuten sich nicht nur über zahlreiche Besucher, sondern auch über viel Unterstützung bei der Durchführung des Festes von Mitgliederseite. „Der Aufwand ist groß, aber wir hatten viele Helfer. Das klappt wirklich gut“, lobten Helmut Schwarzkopf und Roswitha Gerst vom Organisationskomitee.

ey

Quelle: op-online.de

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