Seniorenweihnachtsfeiern in der Kulturhalle

Barrierefreie Kulturhalle als Vorteil: Demografischer Wandel zeigt sich auch bei städtischen Seniorenfeiern

+
Elevinnen der Ceduballett-Tanzschule unter Leitung von Cécile Dürk erfreuten betagte Besucher in der Kulturhalle.

In diesem Jahr turnusmäßig wieder in der Kulturhalle zu Gast: die beiden städtischen Seniorenweihnachtsfeiern mit rund 1000 Bürgern über 70 Jahre einschließlich ihrer Begleitung.

Rödermark – Selten war die Kulturhalle dabei so gut gefüllt wie am Samstag: 561 Gäste machten deutlich, dass der demografische Wandel auch in Rödermark angekommen ist. Und dass er es nach wie vor besonders mit den Frauen gut meint: Unter den 25 betagten Bürgern mit über 90 Lebensjahren, die sich angemeldet hatten, waren 20 Frauen. Älteste im Saal war die in Waldacker lebende Maria Susedik, die für ihre 96 Jahre ausgesprochen fit und würdevoll die Blumen und die Glückwünsche des Bürgermeisters entgegennahm. Als ältester Mann im Saal wurde Rudolf Schnell (92) genannt.

Wirkt sich diese Veränderung der Altersstruktur auch auf die Vorbereitung der Seniorennachmittage aus? Noch nicht, sagen Mitarbeiter der Fachabteilung Senioren und des Roten Kreuzes, das für die gesundheitliche Versorgung und für Fahrdienste sorgt: Noch gibt es keine Veränderung in der Zahl der Helfer; noch lässt sich der gestiegene Altersschnitt mit dem üblichen Personal abfedern. Als positiv erweist sich die gute Zugänglichkeit der Kulturhalle. Die Rollatoren warteten am Rand in einer langen Schlange.

In Rödermark kann man gut alt werden – das fanden Bürgermeister Jörg Rotter und Erste Stadträtin Andrea Schülner, die gemeinsam durchs Programm führten und ab und zu durch längere Umbaupausen zum Plaudern gefordert waren. Was sie anzukündigen hatten, war allerdings auch ein schönes vorweihnachtliches Präsent. Zwischen der Eröffnung durch den Musikverein 03 Ober-Roden unter Leitung von Johannes Maurer und dem festlichen Abschluss durch den Jahrgangschor 1940 (unter anderem mit Vater Alfons Maurer) mit Bob Schrod am Klavier, lag sehr viel Augen- und Ohrenschmaus. Musikalisch erfreuten die Europa-Songgruppe der Nell-Breuning-Schule gemeinsam mit der Ukulelen-AG die Zuhörer ebenso wie das schon fast zum Inventar gehörende Duo Roland Ulatowski und Bernd Theimann vom Jazzclub Rödermark. Fürs Auge waren es vor allem die Elevinnen der Tanzschule Ceduballett unter Leitung von Cécile Dürk. Ein breites Lächeln zauberten auch die ganz jungen Tänzerinnen der Gruppe „Peanuts“ der TS Ober-Roden den Zuschauern ins Gesicht – unter der Leitung von Line Schallmayer präsentierten sie sich als kokette Nikoläuse.

Stimmgewaltiger Ausklang des ersten Seniorennachmittags in der Kulturhalle: der Jahrgangschor 1940 unter Leitung von Bob Schrod. 

Auch Besinnliches und Informatives gab es an diesem Nachmittag, so etwa ein Gedicht der Ober-Röderin Hildegard Scheit. Der Seniorenbeirat der Stadt stellte seine Arbeit vor, sehr humorvoll abgerundet mit dem von Christa Rehermann rezitierten Gedicht „Mein erster Weihnachtsstollen“.

Mit 96 Jahren die Älteste: Maria Susedik.

Der Dank der Vertreter der Stadt galt nicht nur den rund 120 Mitwirkenden auf der Bühne, sondern auch den gut 60 ehrenamtlichen Helfern aus Vereinen, Fraktionen, Stadtverwaltung und anderen Gruppen, die sich rührend um die Gäste bemühten. Vor der Heimfahrt, die bei Bedarf vom Roten Kreuz Ober-Roden übernommen wurde, erfüllte das gemeinsam mit dem Jahrgangschor 1940 gesungene Weihnachtsleid „O du fröhliche“ die Kulturhalle mit adventlicher Vorfreude.

VON CHRISTINE ZIESECKE

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare