Bauaufsicht macht Gallusheim dicht

Urberach - Die Bauaufsicht hat die Nutzung des Gallusheims mit hohen Auflagen verbunden und es de facto fürs Erste geschlossen. Grund sind „gravierende“ (Kreis-Pressesprecherin Kordula Egenolf) Mängel beim Brandschutz.

Noch hat die katholische Kirchengemeinde keine detaillierte Informationen, den Sachverhalt bestätigte Pfarrer Klaus Gaebler gestern Nachmittag gegenüber unserer Zeitung: „Wir haben da ein massives Problem.“

Die Sperrung des Gallusheims trifft zunächst einmal einen externen Nutzer. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) musste seinen für den 10. Februar dort geplanten Blutspendetermin kurzfristig in die Halle Urberach verlegen. Das DRK habe am Montag von der Sperrung erfahren, sagte der Vorsitzende der Ortsvereinigung Urberach, Günther Meister. Dank schneller Hilfe der Stadt und des BSC, der am nächsten Dienstag sein komplettes Trainingsprogramm abgesagt hat, habe das Rote Kreuz ein Ausweichquartier gefunden.

Das Rote Kreuzwill all seine Blutspenden in die Halle Urberach verlegen. Meister geht aber davon aus, dass sich einige Termine ändern, weil nicht alle Sportvereine ihr Training ausfallen lassen.

Die Kirchengemeinde muss ihre Raumprobleme erst noch lösen. Für die Kreppelkaffees der Katholischen Frauengemeinschaft am 17. und 18. Februar hat die Bauaufsicht eine Sondergenehmigung unter strengen Auflagen zunächst einmal mündlich in Aussicht gestellt. Endgültig erteilt, so Kordula Egenolf, werde sie, wenn eine ausreichend starke Brandwache garantiert sei.

Wo Mutter-Kind-Kreise und andere Gruppen, die sich regelmäßig im Gallusheim treffen, unterkommen ist nach Aussage von Pfarrer Gaebler noch völlig offen.

Die Zukunft des Gallusheims spaltet die Urberacher Katholiken seit Herbst in zwei Lager. Pfarrer Gaebler will das mehr als 100 Jahre alte Gemeindehaus aufgeben. Einer seiner Gründe dafür: befürchtete Nutzungsverbote auf Grund von Baumängeln.

Quelle: op-online.de

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