Baubeginn für zwei Kindergärten

Rödermark (lö) - Rund 1,8 Millionen Euro investiert die Stadt in zwei Mini-Kindergärten, die in gut einem Jahr die Arbeit aufnehmen sollen. Der Bund zahlt pro Einrichtung einen Zuschuss von 430.000 Euro.

Die Kommunalen Betriebe Rödermark (KBR) wollen noch im Frühjahr mit dem Bau beginnen, teilte Erster Stadtrat Alexander Sturm (CDU) mit.  Die Mini-Kindergärten werden in Urberach an der Ecke Bruchwiesenstraße / Auf der Hatterwiese und in Ober-Roden an der Ecke Carl-Zeiss-Straße / Albert-Einstein-Straße gebaut. In beiden Einrichtungen können jeweils bis zu 36 Kleinkinder ganztägig betreut werden. Damit kommt die Stadt dem vom Bund gesetzten Ziel nach, bis 2013 für 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze bereitzustellen.

Der Startschuss für die Planung der baugleichen Einrichtungen fiel im Herbst vergangenen Jahres. Die Baugenehmigung liegt vor, nach dem Freimachen des Geländes können nun die Ausschreibungen in Form von Einzelgewerken verschickt werden. Sturm lehnt einen Generalunternehmer ab, um dem heimischen Handwerk Chancen zu eröffnen.

Die Kindergärten werden eingeschossig in Massivbauweise mit einem umbauten Raum von rund 2 000 Kubikmetern errichtet. Um dem heutigen Anspruch auf Bildung und Erziehung Rechnung zu tragen, sind zu den herkömmlichen Gruppenräumen Zusatzräume für die Arbeit mit Kleingruppen, wie Bewegungsraum, Differenzierungsraum und ein Wasser-Erlebnisbereich erforderlich.

Energiekonzept soll erarbeitet werden

Weiterhin verfügt jede Gruppe über einen Gruppenraum mit Schlafraum sowie einen angrenzenden Sanitär- und Wickelraum. Die Räume sind um einen großen Gemeinschaftsraum angeordnet. Jedes Gebäude verfügt weiterhin über Küche, Personalraum und Büro sowie Abstellflächen für Kinderwagen.

Um dem von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzziel nachzukommen, bis 2020 rund 40 Prozent des CO2-Ausstoßes zu verringern, erarbeiten die KBR ein Energiekonzept. Sie prüfen auf Grundlage wirtschaftlicher und nachhaltiger Aspekte den Einsatz regenerativer Energien wie Photovoltaik und solarer Brauchwassererwärmung. Die Außenwände werden gedämmt, Bodenplatte und Dach sollen die Wärme drinnen und die Kälte draußen halten.

Die Stadt will beide Einrichtungen an freie Träger vermieten. Eine will der Verein für Erziehungs- und Familienfragen (VEF) übernehmen, der bereits Krabbelgruppen in der Odenwaldstraße und in der Halle Urberach betreut. Der zweite Partner wird noch gesucht.

Mit der Umsetzung der beiden Projekte haben die KBR das Architekturbüro Huther & Karawassilis aus Ober-Roden beauftragt. Mit dem Rohbau wird im Juni 2011 begonnen. Geplanter Fertigstellungstermin ist Ende März 2012.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Rainer Sturm/pixelio.de

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