Dem Klimawandel angepasst

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Revierförsterin Gabriele Rutschmann-Becker, Forstamtsleiter Christian Münch und Mathias Geisler (mitte) vom Kirchzeller Forstdienstleister Interforst begutachten die geleistete Arbeit und pflanzen für unsere Kamera noch einen neuen Douglasien-Setzling. Die SEB-Banker und ihre Familien waren inzwischen dem strömenden Regen gewichen.

Urberach (chz) - Ein Klimaschutzprojekt der SEB AG, der deutschen Tochtergesellschaft der größten schwedischen Bank Skandinaviska Enskilda Banken, bescherte dem Urberacher Forst jetzt eine neue Bepflanzung. Fast 1 400 junge Bäume wurden in den Boden gesetzt.

Die Flächen, die jetzt bepflanzt werden, waren bisher Brachen im Wald. „Dem Klimawechsel angepasste Baumarten“, so beschreibt Christian Münch, seit März neuer Leiter des Forstamtes Langen, die Douglasien und Eichen. Gerade auf dem aufgeforsteten Gelände, einer leichten Kuppe, ist diese Vorsichtsmaßnahme angebracht: Die Bäume halten stärkeren Stürmen, aber auch längeren Trockenperioden stand - ohne Stabilitätsverluste.

Revierförsterin Gabriele Rutschmann-Becker und ihr Chef Christian Münch, zu dessen Forstamt zwölf Kommunen gehören, lobten die motivierte Pflanztruppe sehr: „Die waren wirklich tapfer und haben es prima gemacht!“ Dass ihre Firma SEB nebenbei auch das Projekt finanziert hat, macht die Aktion noch erfreulicher.

Im Rahmen eines Öko-Sponsoring-Projektes traten bei strömendem Regen Mitarbeiter der Bank – rund 25 Erwachsene uns fünf Kinder - gut gewappnet in Gummistiefeln und Regenjacke jenseits des Bienengartens in der Abteilung 122, der Hügelschneise, zur Waldverjüngung an. Die SEB-Bank hatte die Aktion gesponsert: den Kauf von 850 Douglasien, 500 Eichen und einigen wenigen Linden, das Pflanzen sowie die Verpflegung der Helfer.

Die größte Leistung erzielte dabei eine Frau, die gemeinsam mit Mann und kleinen Kindern 30 Pflanzen in diesen wenigen Stunden in die Erde brachte - ein prasselndes und wärmendes Feuer und eine gute Bewirtung an der frischen Luft waren der Lohn. Rund 300 Douglasien standen nach der vergnüglichen und wahrlich feucht-fröhlichen Aktion sogar schon verpackt in ihren Schutzhüllen und mit Robinienstäben befestigt. Alle weiteren versorgt der Kirchzeller Forstdienstleister Interforst in den nächsten Tagen mit Frostschutz. J chz

Quelle: op-online.de

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