Beckmann als Schiedsmann vereidigt

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Volker Horn, der Präsident des Amtsgerichts Langen (rechts), vereidigte Urberachs neuen Schiedsmann Engelbert Beckmann (2. von rechts) und verabschiedete seinen Vorgänger Kurt Krummholz.

Urberach (lö) ‐ Nach zehn Jahren gab Urberachs Schiedsmann Kurt Krummholz das Ehrenamt ab, gleichzeitig nahm sein Nachfolger Engelbert Beckmann die Arbeit auf. Die Stadtverordnetenversammlung hatte ihn Anfang Dezember gewählt, der Direktor des Amtsgerichts Langen, Volker Horn, vereidigte ihn.

Das Amt, das seit 1999 innehat, habe ihm zwar Spaß gemacht, aber irgendwann reicht es, meinte Krummholz. Zumal das Aufgabengebiet eines Schiedsmanns in den letzten zwei oder drei Jahren komplexer geworden sei. Manchmal kam es sogar vor, dass er nachts nicht habe schlafen können, weil ein Streit ihn beschäftigte.

Der Zeitaufwand für einen Fall sei nicht genau kalkulierbar. „Es kommt hierbei auch auf das persönliche Engagement an“, meinte Krummholz bei seiner Verabschiedung durch Horn und Bürgermeister Roland Kern. Auf jeden Fall gehören Vorgespräche mit den Konfliktparteien dazu, eventuelle Ortstermine sowie gemeinsame Gespräche. „Kommt es da noch nicht zu einer Einigung, wird ein weiteres Gespräch zwei Wochen später vereinbart“, berichtete Krummholz. „Während dieser Zeit können die Leute mal „in sich“ gehen.“

Amtsgerichtsdirektor Horn sieht in der Arbeit der Schiedsmänner eine enorme Entlastung und Hilfe für die Justiz. Denn jeder Fall, der geschlichtet werden kann, wird nicht vor Gericht verhandelt. So konnte Krummholz denn auch bestätigen, dass er in seiner Amtszeit mehr als die Hälfte der zumeist zivilrechtlichen Streitfälle zu einem positiven Ende gebracht habe. „Mit Herz und Verstand, mit Sachkenntnis und Feingefühl hat Kurt Krummholz dieses verantwortungsvolle Amt ausgeübt“, lobte Horn.

Quelle: op-online.de

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