Bedenken gegen Ausbau des Flughafens

Rödermark - (lö) Der Ausbau des Regionalflughafens Egelsbach zu einem europäischen Drehkreuz für Geschäftsflieger wird in Rödermark mit einiger Sorge beobachtet. Der Magistrat hat deshalb seine Bedenken gegen den Verkauf an einen amerikanischen Investor in einer Resolution an den Egelsbacher Gemeindevorstand zusammengefasst.

Die Übernahme des Airports durch die Firma NetJets würde umfangreiche Ausbaumaßnahmen nach sich ziehen: NetJets will die Landebahn von 1 400 auf 1 670 Meter verlängern, die technischen Voraussetzungen für instrumentengestützte Starts und Landungen schaffen und bis zu 25 Tonnen (bisher: 20 Tonnen) schwere Flugzeuge erlauben. „Damit würde sich der Flugzeugmix deutlich verändern“, schreiben Bürgermeister Roland Kern und Erster Stadtrat Alexander Sturm in der Resolution. Ihre Befürchtung: größere und lautere Maschinen fliegen über Rödermark hinweg, oftmals in Höhen unter 500 Meter.

Schon heute fühlen sich zahlreiche Rödermärker - vor allem im Breidert und in Urberach - erheblich belästigt. Die Änderung der Flugrouten im März 2008 bescherte ihnen deutlich mehr kleine Düsenjets und damit mehr Lärm. Die betroffenen Städte wurden damals nicht gefragt. Rödermark will wie andere Kommunen im Kreisgebiet in die Fluglärmkommission aufgenommen werden, um künftig mitreden zu können. Wann und ob überhaupt das geschieht, ist offen.

Der Magistrat hat zumindest bis zu einem gewissen Teil Verständnis für die wirtschaftlichen Aspekte, die Egelsbach zum Verkauf seiner Flughafen-Anteile bewegen. Mit „kollegialen Grüßen“ appellieren Kern und Sturm aber an Bürgermeister Rudi Moritz: „Die Lösung dieses Zielkonflikts sollte jedoch nicht zu Lasten von Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung gehen.“

Quelle: op-online.de

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