280 begeisterte Kinder

+
Jede Gruppe der Urberacher Dschungelkinder wie hier die„Skipper“ gestaltete ihren Namen als Wandschmuck für die Abschluss-Show, die heute um 11.30 Uhr beginnt.

Rödermark - (chz) Ob Bulaufreizeit der Gallus- oder Stadtranderholung der Nazarius-Gemeinde: in einigen Punkten sind sich alle Teilnehmer einig: „Es ist toll!“

Sogar supertoll finden sie die Verpflegung, egal ob kräftige Erbsensuppe mit Unmengen Würstchen bei den vier Küchenfeen auf der Bulau oder die rund 1 000 selbst gemachten Markklößchen in einer gemüsereichen Brühe, welche die fünf erfahrenen Köchinnen in Waldacker gezaubert haben.

Begeistert sind die mehr als 280 Kinder auch vom Programm mit Stadt- und Waldrallyes, Schwimmbadfahrten und Busausflügen - in der Lochmühle war‘s den Erzählungen nach ebenso aufregend wie im Freizeitpark in Steinau. An der Spitze allen Erlebens steht aber bei beiden Freizeitgruppen das gemeinsame Singen (und Faxenmachen): „Ich finde es immer lustig, dass wir so coole Lieder singen! So Quatschlieder, mit noch lauter Schreien und so“, begeisterte sich Felix in Urberach ebenso wie Kai in Waldacker.

Bilder der Ferienspiele

Ferienprogramm in Rödermark

Die traditionellen Freizeiten der Kirchengemeinden sind immer noch der Renner im Rödermärker Ferienprogramm: „Innerhalb von zehn Minuten waren wir ausgebucht, als wir vor einigen Wochen die Anmeldungen verteilt haben“, berichteten Desirée Ayas und Steffi Schwarzkopf, die erfahrenen Chefinnen auf der Bulau: 29 sehr junge Betreuer, von denen nur fünf über 18 Jahre alt sind, kümmern sich unter ihrer Leitung täglich von 9 bis 17 Uhr um 120 Kinder. Und jeden Abend werden sie auch noch alle zu Fuß bis vor die eigene Haustür gebracht. Highlights gibt es auch für die Betreuer immer - diesmal waren sie erstaunt, wie gut die Kinder auf einer Fotorallye durch Urberach ihre Heimat kannten. Unabhängig voneinander stehen in diesem Jahr Bulau-Freizeit und Stadtranderholung unter dem Motto Dschungel. Auf dem Urberacher Waldfestplatz entstand eine echte Urwaldlandschaft unterm Dach der Blockhütte, die auch die Regenfälle gut erträglich machte.

„Jeder ist 100-prozentig dabei“

Etwas schwieriger gestaltete sich die wechselhafte Wetterlage auf dem Kirchengelände in Waldacker, wo gestern Morgen erst einmal rund um Küche und Aufenthaltszelt Ablaufgräben ausgehoben werden mussten. Das ist aber nur eine der kleineren Herausforderungen an den neuen Chef André Pradl (20), der den durch sein Studium zu stark eingebundenen Jonas Röhrig ablöst. André hat massenweise Erfahrung mit Kindern - er hat gerade seinen Zivildienst in der Kita Pestalozzistraße beendet, ist zudem Jugendtrainer beim FC Germania Ober-Roden und Mundschenk bei den Fastnachtern der TG Ober-Roden.

Unser Erfolgsrezept: dass wir selber viel Spaß haben aber wenn's um die Betreuung geht, dann ist jeder 100-prozentig dabei“, sagt er. Jeden Abend spricht er sich in der Lagerrunde mit den übrigen Betreuern ab - Rückblick und Ausblick, gut gelaunt, aber äußerst diszipliniert. Gerne erinnert er sich wie auch seine kleinen Schützlinge an den Hallenbadbesuch in Münster: „Mit rund 200 Leuten haben wir mit unseren Schlachtrufen bei Bademeister wie anderen Schwimmgästen großen Respekt erzielt, vor allem, als beim Lied „Erbsen rollen über die Straße und sind platt“ 200 Leute ins Wasser klatschten...“

Wenn die Kinder im Laufe des Samstags mit ihren Familien nach Hause gehen, feiern die Betreuer zu recht erst einmal ihre gelungenen Ferienspiele, ehe es ans große Abbauen geht - drei volle Tage hat der Aufbau etwa in Waldacker gedauert, für Berufstätige zunehmend ein Problem, soviel Sonderurlaub zu bekommen. Doch der Spaß entschädigt die jungen Erwachsenen für viele Mühen.

Quelle: op-online.de

Kommentare