Begeisterung für Technik der Kommunikations-Steinzeit

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Einen wahren Oldtimer der Kommunikationstechnik aus Urberacher Produktion hat Manfred Markworth vor der Verschrottung gerettet.

Urberach - (lö) Einen wahren Oldtimer der Kommunikationstechnik aus Urberacher Produktion hat Manfred Markworth vor der Verschrottung gerettet. Die so genannte Handvermittlungsanlage wurde 1981 gebaut, funktioniert noch immer zuverlässig und kann bis zu 30 Teilnehmer miteinander verbinden.

Abheben, stöpseln, Kennung a la „Ödipus ruft Xanthippe“ durchgeben, kurbeln - Markworth demonstrierte fürs Foto, wie ein Gespräch zustande kommt. Die Anlage ist ein Überbleibsel des Kalten Krieges, sie stand zuletzt in einem Bunker des Deutschen Roten Kreuzes. Den selben Gerätetyp nutzte auch die Bundeswehr. Das, so der pensionierte Ingenieur Markworth zeige, dass TN-Technik auch nach dem Zweiten Weltkrieg beim Militär im Einsatz war. Das Urberacher Werk hatte schon für Hitlers Truppen produziert. Über Frankfurt kehrte die batteriebetriebene Vermittlungsanlage nach Urberach zurück. Manfred Markworth, der nur einen Steinwurf von 1995 aufgegebenen TN-Werk wohnt, kaufte sie vor ein paar Jahren für 300 Mark: „Die Nostalgie war‘s mir wert.“ Beim Sommerfest des „TN-Dokuzentrums“ am 30. August baut Markworth die Anlage auf. Wer‘s dann schafft Ödipus mit Xanthippe zu verbinden, bekommt ein Diplom.

Quelle: op-online.de

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