Beispielhafter Familienbetrieb

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Kreishandwerksmeister Wolfgang Kramwinkel (Mitte) überreichte die Ehrenurkunde an Klaus (rechts) und Herbert Schwab (links).

Ober-Roden (ey) - Eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main zum 50jährigen Geschäftsjubiläum überreichte Kreishandwerksmeister Wolfgang Kramwinkel dieser Tage an Herbert und Klaus Schwab von der Schreinerei Schwab & Söhne.

Wobei das mit dem Jubiläum so eine Sache ist. Vor gut einem halben Jahrhundert übernahmen zwar Berthold und Karl Schwab in der dritten Generation die Geschäftsführung, das Unternehmen gibt es aber bereits seit 1928. Folglich hält man sich bei Schwab & Söhne bei Jubiläumsfeierlichkeiten auch an dieses Datum. So wurde etwa 2003 das 75jährige Bestehen in der Odenwaldstraße groß gefeiert. Über die Ehrenurkunde für den somit schon seit 84 Jahren bestehenden Betrieb freuten sich die aktuellen Chefs Herbert und Klaus Schwab dennoch. Im Gespräch mit Wolfgang Kramwinkel wurde unter anderem auf die Historie zurück geblickt.

1928 hatte Karl Wilzbach den Betrieb gegründet. Wilzbach kümmerte sich mit seinen Mitarbeitern um Fenster und Türen und führte alle Schreinereitätigkeiten für seine Kunden durch.

In der zweiten Generation in Schwab & Söhne umbenannt

1951 wurde das Unternehmen in der zweiten Generation in Schwab & Söhne umbenannt. Dorothea Schwab (geborene Wilzbach) leitete zu dieser Zeit den Betrieb, der damals 80 Mitarbeiter hatte und über mehrere Werkstätten und ein Sägewerk verfügte. Zusätzlich zur Firma Schwab & Söhne wurde 1985 das Unternehmen Lumac Lärmschutztechnik gegründet. Hier hat man sich längst in den Bereichen Akustik und Lärmschutztechnik etabliert und somit ein zweites Standbein geschaffen.

Aktuell sind in den beiden Betrieben insgesamt 18 Mitarbeiter beschäftigt. Herbert und Klaus Schwab leiten die Unternehmen nun bereits in der vierten Generation. Schwab & Söhne hat mit seiner Schreinerei seine Kunden zum großen Teil in der Region und bietet Planung, Beratung und Gestaltung für Wohnbereich, Geschäftsräume, Laden- und Messebau.

Lumac Lärmschutztechnik

Lumac Lärmschutztechnik ist dagegen europaweit tätig. Die Firma baut unter anderem Schallschutz- und Sicherheitsverkleidungen für große Kuvertieranlagen. Neben der deutschen waren auch schon die englische und die japanische Post Kunden der Schwabs. „Wir haben schon Projekte für die Post gemacht, da hat die Entwicklung ein gutes Jahr gedauert“, erinnert sich Herbert Schwab. In den Werkstätten wird auf modernen Holz-und Kunststoffbearbeitungsmaschinen gefertigt.

Ein guter Kunde ist die Firma Nintendo. Lumac ist für den Innenausbau des großen Show-Trucks des Spielkonsolenherstellers verantwortlich. In Kürze wird der Lkw wieder auf den Hof der Schwabs an der Odenwaldstraße rollen. Schließlich muss das Ungetüm neu gestaltet werden. Die Werbetour für die neue Spielekonsole „Wii U“ steht an.

Quelle: op-online.de

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