Lions-Präsident hat Rhythmus im Blut

Benefizkonzert „Horscht emol“ bringt Musiker zusammen

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Lions-Präsident Eugen Haberstroh (links) zeigte im Duett mit Mick Liebig, dass er ein überaus versierter Musiker ist.

Urberach - L wie Livemusik: Genau dafür stand der markante Buchstabe im Logo des Lions Club einen Abend lang in der Kelterscheune.

Nach vier Stunden Konzert der Extraklasse gab es nur ein Resümee: Nicht enden wollender Applaus, weil es dem Lions-Präsidenten Eugen Haberstroh gelungen war, eigene Verbindungen in die Musikszene mit denen des Initiators Mick Liebig zu kombinieren und hochkarätige Gruppen und Solisten nach Urberach zu locken.

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Eugen Haberstroh gab sich an diesem Abend keineswegs präsidial, sondern präsentierte sich als professioneller Moderator und ausgezeichneter Musiker. An der Seite von Mick Liebig zeigte sich das gleich zur Begrüßung in einem Gitarren- und Gesangsduo und später mehrmals im Programm an der Seite talentierter junger Sängerinnen von der Hanauer Musicalgruppe „Flip Flops“: Anja Loges, Vanessa Goth und Vanessa Schneider.

Das Publikum in der ausverkauften Kelterscheune geizte nicht mit Applaus, und den hatten auch die weiteren Akteure überreichlich verdient: zum Beispiel Fabian Liebig, mit einem feinen, jazzigen Saxofon-Solo und später mit seinem Bruder Moritz, der eigene Kompositionen raffiniert mit Gitarren-Loops vortrug. Den Geschmack des Publikums trafen auch die Gruppen „Stagefighters“ - drei begeisterte Musiker, kaum 14 Jahre alt -, die "Party Cräääckers", mit viel Pop-Bläser-Temperament, einer großartigen Sängerin und ihrem kongenialen Gesangspartner, und die stimmungsmachenden „Black Cat Music Saloon“, deren Song „Night of the Tiger“ an diesem Abend gut „Night of the Lions“ hätte heißen können.

Stimmkraft und Extra-Beifall

Carolina Karawassilis, die an der Gitarre von Mick Liebig begleitet wurde, offenbarte eine so umwerfende Stimme, dass es die Gäste nicht auf den Plätzen hielt. Hätte ein Kunstagent in der Kelterscheune noch Platz gefunden, würde er sie gleich engagiert haben, meinte ein begeisterter Zuhörer. Musikalisch klang der Abend eher ruhig aus. Was - es war schon deutlich nach 22 Uhr - auch der Rücksicht auf die Nachbarschaft geschuldet war: Bob Schrod begleitete Michael Gotta am Keyboard. Der bewies Vielsprachigkeit und Stimmkraft mit einem neapolitanischem Lied, einem englischem Popsong und einem französischem Chanson.

Extra-Beifall gab es für die Akteure noch aus einem ganz besonderen Grund. Denn alle spielten ohne jede Gage, allein für die guten Zwecke der Lions. Und die sind sehr vielfältig, im globalen Großen, wie im lokalen Kleinen: So läuft Ende April eine große Aktion, mit der die Lions die Impfwoche der Welt-Gesundheits-Organisation mit einer Million Dollar unterstützen wollen. Mit dem gleichen sozialen Engagement wirken die Lions auch für vielfältige Initiativen und Projekte in Rodgau und Rödermark: die Kita Otzbergstraße, die Carl-Orff-Schule, die Wilhelm-Busch-Schule, die Trinkbornschule, die Nell-Breuning-Schule und die Helene-Lange-Schule. J lö

Quelle: op-online.de

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