Erst gebetet, dann gerannt

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Ein Bändchen am Arm, an der Meldestelle abgeholt, wies die Teilnehmer aus – egal ob sie nun joggten oder walkten.

Urberach - Diese Woche wird das hölzerne Skelett des neuen katholischen Gemeindezentrums aufgestellt, am 18. Oktober Richtfest gefeiert. Ein Benefizlauf am Sonntag brachte 2 100 Euro zugunsten des rund 1,5 Millionen Euro teuren Neubaus neben der Kirche.

Einen ersten Benefizlauf zugunsten des neuen Gemeindezentrums hatte die Schwestergemeinde St. Nazarius bei ihrem Pfarrfest organisiert. Diese Idee nahm sich am Sonntag die Urberacher Pfarrgemeinde zum Vorbild. Dank ihrer guten Kontakte zum FC Viktoria lagen Start und Ziel auf deren Vereinsgelände; den Einstieg machte der Freiluft-Gottesdienst, den Pfarrer Klaus Gaebler und Diakon Eberhard Utz vor der recht gut besuchten Haupttribüne hielten.

Anschließend konnte gespendet und gelaufen werden. Zur Wahl standen drei verschiedene Längen mit insgesamt sechs Streckenposten, darunter auch Dr. Giesecke als ärztliche Betreuung. Es galt Bewegung jeglicher Art – egal ob Walken oder Joggen, Laufen oder einfach nur Spazierengehen.

Neben privaten Spenden auf Runden oder Läufer („Ich spende für meine Frau, dann muss ich nicht selber laufen“, ließ sich da etwa ein Zuschauer hören) hatten mehrere Großspender ihren Beitrag versprochen: Pizzeria Giovanni, Udos Eis und Kaffeestübchen, Abduls Los Banditos, KFZ-Service Lenhard in Messel und der Viktoria-Wirt hatten entweder Festbeträge oder aber einen Euro pro Läufer oder Runde versprochen. Sogar die Trainer der nach dem Gottesdienst auf dem Rasenplatz spielenden Jungkicker zwischen acht und zehn Jahren griffen die Idee auf und ließen ihre Mannschaften zum Auslaufen noch ihre Runden mitdrehen. Danach wartete ein Eis als Belohnung auf sie.

Strahlende Sonne begleitete Läufer, Walker und Spaziergänger beim Benefizlauf zugunsten des neuen Urberacher Gemeindezentrums.

Der Aufwand, den vor allem Bernd Groß und Maik Behrmann auf sich genommen hatten und bei dem sich der Finanzausschuss und die Frauen der Gallusgemeinde sowie die Viktoria-Mitglieder beteiligten, hat sich gelohnt. Mehr als 80 Läufer zwischen vier und 79 Jahren nahmen am Spendenlauf zugunsten des neuen Gemeindezentrums teil, darunter auch Pfarrer Klaus Gaebler. Einschließlich des Kaffee- und Kuchenverkaufs und einiger privater Spenden kam ein Erlös von 2 100 Euro zusammen. „Wenn es gut anläuft, wiederholen wir das vielleicht noch einmal bei anderen Vereinen“, hatte Bernd Groß im Vorfeld versprochen – drauf kann nun schon mal hintrainiert werden. Gute Ideen wie diesen Lauf brauchen die Urberacher Katholiken noch viele. Denn die Gemeinde muss für ihre neue Begegnungsstätte etwa 530.000 Euro Darlehen aufnehmen.

(chz)

Quelle: op-online.de

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