Da kann der Chef neidisch werden

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Akademieleiter Bernd Albrecht (links) und Frank Schmidt von der Firma Goldbeck sind in den vergangenen Monaten zu einem gut funktionierenden Baumanagement-Team zusammengewachsen, das die Pläne auch kurzfristig noch änderte.

Urberach (lö) - Grün und edel - so präsentiert sich der 2,8 Millionen Euro teure Neubau der Berufsakademie (BA) Rhein-Main hinterm Badehaus. Nur acht Monate nach dem ersten Spatenstich beginnt am Montag der Lehrbetrieb für 150 Studenten.

Sie lernen in einer Umgebung, um die sie mancher ihrer Chefs beneiden dürfte: Alle Vorlesungs- und Seminarräume sind mit Beamer, Whiteboard (die elektronische Variante der guten alten Schultafel) und Mediensäule mit Anschlüssen für Computer, Fernseher und andere Medien ausgerüstet. Schwarze Fliesen im trendigen XXL-Format oder dunkles Laminat bilden sozusagen die Basis für einen angenehmen Unterricht.

Akademieleiter Bernd Albrecht weiß, dass so etwas schnell eine Neiddiskussion entfacht. Doch Hessens größte BA, so seine Argumentation, kann den Führungsnachwuchs ihrer rund 100 Partnerunternehmen nicht in spartanischer Umgebung ausbilden. Außerdem habe der Generalunternehmer, die Firma Goldbeck Ost, den Finanzrahmen exakt eingehalten. Mehrkosten an der einen Ecke seien an anderen Ecken wieder eingespart worden.

Kontakt und Infos im Internet oder per Telefon (06074/3101-120)

Zu den technischen Highlights, von denen Studenten und Dozenten kaum etwas merken, gehört die Heizung des 1 500 Quadratmeter großen Gebäudes. „Wir haben auf dem Dach eine höchst energieeffiziente Lufwärmepumpe installiert“, erläutert Goldbeck-Projektleiter Frank Schmidt. Die funktioniert nach dem Prinzip der Erdwärmepumpe, zapft also kostenlose Energie der Umgebung ab und wandelt sie in Wärme um.

Ökologisch nachhaltige Energieversorgung

Wärmetauscher zwischen unterschiedlich temperierten Räumen sind eine zweite Besonderheit des Heizsystems. Lassen 20 über ihren Laptops brütende Studenten die Temperatur über eine bestimmte Marke steigen, wird die Energie nach nebenan umgeleitet.

Damit erfüllt die BA aber nicht nur die Forderung des Stadtparlaments nach ökologisch nachhaltiger Energieversorgung. Auch immer mehr Unternehmen entdecken ihr grünes Gewissen; bei denen will Albrecht punkten. Dreifach verglaste Fenster und 22 Zentimeter Dämmung auf den Außenwänden halten die Wärme und drinnen und die Kälte sowie den Lärm der Dreieichbahn draußen.

Zukunftsträchtig ist die neue BA auch in anderer Hinsicht. Das Gebäude kann auf beiden Seiten Richtung Norden erweitert werden. Dann ist Platz für bis zu 700 Studenten.

Quelle: op-online.de

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