Berufsakademie vergrößert sich

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Fachmännisch zementierten Bürgermeister Roland Kern, Erster Stadtrat Alexander Sturm, Akademieleiter Bernd Albrecht sowie Frank Wunderlich (von links) die Hülse in den Grundstein für das neue Akademiegebäude.

Urberach (chz) - Die Zukunft der Berufsakademie (BA) Rhein-Main hat begonnen. Am Donnerstag wurde der Grundstein für einen Neubau gelegt, der schon lange notwendig ist.

Bisher befindet sich die Akademie auf dem Gelände des früheren Urberacher Jugendzentrums zwischen der Seniorenresidenz und dem Aldi-Markt. Nur wenige Meter entfernt, auf einem 7 500 Quadratmeter großen Gelände hinter dem Märktezentrum, soll in den nächsten Monaten ein zweigeschossiger Bau entstehen.

Vorlesungs- und Arbeitsräume, Bibliothek und Aula sind zunächst für mehr als 350 Studenten ausgelegt. Die Gesamtkosten liegen voraussichtlich bei 2,8 Millionen Euro.

Derzeit studieren 280 junge Menschen in den dualen Studiengängen Wirtschaft und Wirtschaftsinformatik. Außer den diesjährigen Absolventen werden sie wohl alle in den Genuss der neuen Einrichtung kommen. Ende 2011 soll der Bau fertig sein.

Bereits zum Wintersemester 2011 erweitert die BA ihr Angebot um den Studiengang Außenwirtschaft. Damit richtet sie sich noch stärker international aus. Für die gut 100 Partnerunternehmen ist das hoch interessant.

Neben Aufsichtsräten, Studenten und Behörden waren auch mehrere Partnerbetriebe bei der Grundsteinlegung vertreten. In der Metallhülse landeten die Einladung zur BA-Eröffnung 2003, Fotos von damals, ein Exemplar der Studienordnung, die „Offenbach-Post“ sowie klimperndes Kleingeld. Das verschlossene Rohr wurde dann fachmännisch von Akademieleiter Bernd Albrecht, Bürgermeister Roland Kern, dem Ersten Stadtrat Alexander Sturm sowie Frank Wunderlich vom Generalunternehmer Goldbeck Ost GmbH einzementiert. Geplant wurde das neue Gebäude von M&P Architekten aus Hünstetten.

Das bisher genutzte Akademiegelände war im Sommer 2002 ursprünglich nur als Provisorium gedacht. Die Akademie musste sich anfangs noch mit dem Innovationscentrum (IC) arrangieren. Bei der Einweihung der BA mit damals 17 Studierenden versprach der damalige hessische Minister für Wissenschaft und Kunst Udo Corts, zur Begrüßung des 100. Studenten wiederzukommen. Corts ist längst nicht mehr Minister, doch die BA expandiert weiter. Bald werden 300 junge Menschen dort studieren.

„Es war auch von der Aufteilung und der Ausstattung ausreichend. Wir haben uns in der Atmosphäre hier im Gebäude sehr wohl gefühlt, aber wir brauchen mehr Platz“, erläuterte Akademieleiter Bernd Albrecht die Dringlichkeit. „Und es war eine weise Entscheidung, erst die Entwicklung der BA abzuwarten, behutsam an die Erweiterung heranzugehen und jetzt erst beruhigt zu investieren.“ Lächelnd erinnerte er sich an seine eigenen Anfänge 2003 in Urberach: „Als ich herkam, fand ich einen normalen Tisch und einen Taschenrechner vor und das Versprechen: Irgendwann kommt auch ein PC.“

Aufsichtsratvorsitzender Alexander Sturm bezeichnete Bernd Albrecht als Herzstück des außerordentlichen Erfolges der BA Rhein-Main.

Nach dem Umzug, der möglichst noch am Jahresende stattfinden soll, wird das Gelände der alten BA voraussichtlich als neues Quartier für betreutes Wohnen umgeplant. Die Stadt will dort einen Ersatz für das bisherige Haus am Mühlengrund errichten.

Quelle: op-online.de

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