Berufsakademie wird Bauherr

Urberach (lö) ‐ Die Berufsakademie Rhein-Main, mit 270 Studenten jetzt schon die größte BA in Hessen, will weiter wachsen. Der Aufsichtsrat beschloss am Donnerstagabend einen 2,5 Millionen Euro teuren Neubau in der Nähe des bisherigen Standortes.

Zwischen Märktezentrum und Dreieichbahn hatte die Stadt voriges Jahr 7700 Quadratmeter Industriebrache gekauft. Läuft alles nach Plan, rollen dort Anfang 2011 die Bagger an.

Die BA tritt selbst als Bauherr auf, Mietmodelle mit externen Investoren sind vom Tisch, erläuterte Erster Stadtrat Alexander Sturm gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist sicher: „Bei den derzeitigen Konditionen kann die BA das Projekt stemmen und auf Dauer finanzieren.“

Der Neubau soll etwa ein Drittel größer werden als das frühere Telenorma-Ausbildungszentrum. In der Ober-Rodener Straße drängen sich Studierende und Dozenten in 444 Quadratmetern Vorlesungsräumen und weiteren 500 Quadratmetern Bibliothek, Büros, Besprechungszimmern und Gemeinschaftsflächen. Maximal 150 Studenten können gleichzeitig lernen, im Neubau sollen‘s 200 bis 220 sein.

Was im Umkehrschluss heißt, dass rund 360 Studenten das nächste Ziel der BA sind. „Wir haben hier ein Grundstück, das Perspektiven bietet“, lehnt Sturm die von der SPD angestoßene neue Standortdiskussion ab. Die SPD favorisiert die Kapellenstraße wegen der Nähe zur Nell-Breuning-Schule.

Die bescheidenen Anfänge im Ex-Ausbildungszentrum haben Sturm und Akademieleiter Bernd Albrecht geprägt. Daher soll der Neubau auch kein Klotz werden, sondern ein Gebäude mit Entwicklungsmöglichkeiten. Campus-Charakter darf er aber haben. Universitäres Flair ist nämlich das, was die Studenten in der 2003 gegründeten BA am meisten vermissen.

Quelle: op-online.de

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