Berufswahl ein Stück erleichtern

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Robin Dahmer aus der Klasse 9 a absolvierte sein Praktikum im Hotel „Odenwaldblick“. Dessen Chef Hans Gensert und Koch Jürgen Schneider weihten ihn ins kleine Einmaleins der Arbeit in einer Großküche ein.

Ober-Roden - (lö) Trotz Wirtschaftskrise, Job-Abbau und Kurzarbeit hatten die 227 Neuntklässler der Nell-Breuning-Schule (NBS) kaum Probleme, einen Praktikumsplatz zu finden. Drei Wochen lang sammelten sie erste Berufseindrücke in Verwaltung, Handwerk, Erziehung, Pflege, Fertigung und Herstellung sowie im Handel.

Heute geht das Praktikum, das seit Jahrzehnten Pflicht an der NBS ist, zu Ende. Für die meisten Schüler bleibt‘s aber erst mal bei diesen Eindrücken. Sie besuchen entweder die NBS-Oberstufe oder andere weiter führende Schulen. Eine Lehre peilt nur ein Bruchteil der Abgänger an.

Dennoch ist das Praktikum nach Meinung von Rektor Ulrich Vogel unverzichtbar: „Nicht nur der größere Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt, sondern auch die Einsicht, dass eine Berufsentscheidung nicht mehr für ein ganzes Arbeitsleben gültig sein muss, macht die Studien- und Berufswahl zur wichtigen Grundlage für den Lebensweg und damit die Berufswahlkompetenz zur dringenden Angelegenheit auch für die Schule.“ Nur so könnten Jugendliche die Wirklichkeit der Arbeits- und Wirtschaftswelt kennen lernen.

Das Betriebspraktikum eröffnet die Möglichkeit, sich seiner Interessen, Neigungen und Fähigkeiten besser bewusst zu werden. Anderen macht es klar: Dieser Job ist nichts für mich. Immer häufiger passiert es jedoch, dass Schüler freudestrahlend aus dem Praktikum kommen mit der Aussage „Ich habe eine Lehrstelle.“

Unsere Schülerinnen und Schüler nehmen das Praktikumsangebot sehr gerne an, und sie nutzen ihre Freiräume in Wahl und Lage der Praktikumsplätze. Das Betriebspraktikum ist beliebt, die gewonnenen Erfahrungen werden überwiegend positiv beurteilt“, so Vogel.

Rund 200 Firmen haben in diesem Jahr Praktikanten aufgenommen, schätzt Vogel. Die Spanne reicht vom Rödermärker Handwerker oder Dienstleister bis hin zu Weltunternehmen wie dem Frankfurter Flughafen.

Quelle: op-online.de

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