Ober-Roden

Beschlüssen zu Marienstraße fehlt Eindeutigkeit

Ober-Roden - (lö) Befürworter und Gegner des Gewerbegebiets zwischen Rödermarkring und Marienstraße traktieren sich seit Wochen mit Parlamentsbeschlüssen, Ausschussprotokollen und Stellungnahmen zur Änderung des Regionalen Flächennutzungsplanes.

Die Formulierungen sind indes nicht immer so eindeutig, wie Bürgermeister Roland Kern und die AL auf der einen und Erster Stadtrat Alexander Sturm und die CDU/FDP-Koalition auf der anderen Seite es gerne hätten. Für Interpretationen bleibt viel Platz.

Die Koalitions-Stadträte im Magistrat haben jetzt in einem Bereich ihre Deutungshoheit durchgesetzt. „Der durch den Bürgermeister dem Magistrat zur Kenntnis gegebene Planentwurf des Vorstands des Planungsverbandes zum Regionalen Flächennutzungsplan gibt ... nicht vollumfänglich die Beschlusslage der Stadtverordnetenversammlung wieder“, zitierte Kern im Parlament den Mehrheitsbeschluss, der offenbar gegen seine Stimme sowie gegen die Stimmen der AL-Stadträte Hans-Jürgen Daum und Michael Uhe-Wilhelm zustande gekommen war. Ganz falsch - das räumt selbst die Magistratsmehrheit ein - liegt der Bürgermeister aber nicht: Er, also der Planentwurf, widerspricht ihr, also der Beschlusslage, aber auch nicht.

Klarheit soll nun die nächste Sitzung des Bauausschusses am 4. März bringen. Dann kommen alle Beschlüsse zum Flächennutzungsplan auf den Tisch. Welche das sein werden, war im Magistrat sogar unstrittig.

In der Sache brachte die Aussprache zur Magistratsentscheidung nichts Neues. Die Koalition hält das zehn Hektar große Gewerbegebiet für unabdingbar, damit Rödermark auch in Zukunft Flächen für Industrieansiedlung in Reserve hat. Die AL sieht darin nach wie vor einen Frontalangriff auf die „Grüne Mitte“.

Quelle: op-online.de

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