Besenwagen brachte nur Schuhe zurück

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„We are the Champions“: bei den Jüngsten lagen mit Noah Maier, Jan Chantré und Johannes Jeuck drei Freunde aus der Klasse 3a der Trinkbornschule ganz vorn.

Urberach (chz) ‐ Die olympische Idee „Dabeisein ist alles“ galt zwar für viele, aber keineswegs für alle Teilnehmer des vierten „wumboR-Laufs“. Doch die meisten Starter waren mit ihren Leistungen absolut zufrieden.

Bei den Frauen siegte Alexandra Schorr aus Mainz mit 44:47 Minuten, Paul Stur gewann die Männerwertung in einer Zeit von 39:31 Minuten. Gehetzt von der Meute fuhr Karin Schließmann (Jügesheim) auf dem Liegerad mit 38:18 Minuten absolute Bestzeit.

Bilder vom wumboR-Lauf

Teilnehmerrekord beim wumboR-Lauf

Viel zu berichten gab‘s vom Rand der Strecke:

  • Bürgermeister Roland Kern trug wie immer die Startnummer 1 und wurde wie immer Dritter in seiner Altersklasse 60+.
  • Ganz ohne einen der Gründerväter des „wumboR-Laufs“ musste das Organisatorenteam von TS Ober-Roden, MTV Urberach und Run4Fun auskommen: Run4Fun-Chef Alfred Daum verbrachte den Tag in Eberstadt hinter Gittern – allerdings durfte er abends wieder raus: Er nahm am „Knast-Marathon“ teil.
  • Fast wäre Stadtbrandinspektor Waldemar Schrod noch im Ziel disqualifiziert worden. Am Badehaus fehlte ihm die Startnummer an der Kleidung – der Helfer am Zielstrich fand sie schließlich nach einigem Suchen in Schrods Hosentasche....
  • Gut versteckt hielt sich das Rechenzentrum des „wumboR-Laufs“ im hintersten Winkel des Badehauses, nur für Insider zu finden und daher in Ruhe ausschließlich auf Listen und das Ausdrucken von Urkunden konzentriert, ein Lob für die gute und rasche Ergebnisvermittlung.
  • Keine „Lumpen“ oder abgehängte Läuferinnen und Läufer musste der Besenwagen am Ende des Feldes einsammeln, nur ein Paar zurückgelassener Joggingschuhe brachte der Fahrer von der Strecke mit. Irmtraud Daum wusste sofort Bescheid: „Geben Sie her, die Dame kenne ich – die kommt am Schluss immer mit nackten Füßen an!“
  • Die einzigen Blessuren, um die sich das Rote Kreuz unter der Leitung seines Ortsvereinsvorsitzenden Wolfgang Müller kümmern mussten, waren laufunabhängige kleine Schnittwunden an der Kuchentheke: „Das kennen wir schon: überall, wo ein Verpflegungs- oder Kuchenzelt herumsteht, brauchen wir Pflaster!“
  • Zu guter Letzt ein lobenswertes Zitat des städtischen Ordnungshüters Klaus-Dieter Preuß, der während des „wumboR-Laufs“ in Waldacker je nach Bedarf die Kreuzung Richtung Wingertsberg sperrte, um den Läufern oder Walkern die Querung der B 459 zu ermöglichen und dabei manch gereizten Blick eines rasanten Autofahrers einheimste: „Ehe ich einen einzigen Läufer in Gefahr bringe, riskiere ich lieber 25 Beschwerden – die kommen direkt bei unserem Bürgermeister an, und der läuft ja eh mit!“

Quelle: op-online.de

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