„Betreutes Wohnen neu planen“

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Die kürzlich vorgestellten Ergebnisse einer Befragung der Generation „50plus“ in Rödermark ergaben, dass mehr als 31 Prozent der Befragten sich beim Wechsel der Wohnform für das Betreute Wohnen entscheiden würden.

Urberach ‐ Die europaweite Suche nach einem Investor, der das Haus am Mühlengrund seniorengerecht umbaut, ist nach Ansicht der SPD zur Hängepartie geworden. Jetzt sollen‘s die Kommunalen Betriebe Rödermark (KBR) richten. Von Michael Löw

Mit ihrem Kooperationspartner CDU fordert die SPD ein neues Konzept für Betreutes Wohnen. Am 23. März soll die Stadtverordnetenversammlung eine Entscheidung treffen. Die KBR sollen nach einer kostengünstigen Lösung zu suchen und bis Ende des Jahres mehrere Varianten zur Finanzierung vorlegen. 1,4 Millionen Euro aus dem Verkauf des ehemaligen Bosch-Parkplatzes stehen als Anschubfinanzierung zur Verfügung. Bei der Erstellung des Konzepts sowie der späteren Realisierung wollen SPD und CDU den Seniorenbeirat beteiligen. Entscheiden wollen sie noch in diesem Jahr, denn SPD und CDU befürchten, dass sich immer mehr Senioren außerhalb Rödermarks nach Alternativen für Betreutes Wohnen umschauen und der Stadt den Rücken kehren.

Aktueller Hintergrund: Die kürzlich vorgestellten Ergebnisse einer Befragung der Generation „50plus“ in Rödermark ergaben, dass mehr als 31 Prozent der Befragten sich beim Wechsel der Wohnform für das Betreute Wohnen entscheiden würden. „Notwendige Entscheidungen in Sachen Betreutes Wohnen müssen jetzt getroffen werden“, folgert SPD-Sozialausschussmitglied Hidir Karademir.

„Eine Hängepartie kann es für Menschen mit Betreuungsbedarf nicht geben. Ihnen hier kein Angebot zu machen, stellt unserer Stadt ein Armutszeugnis aus“, sagt Karademir. Die Wohnungen im Haus am Mühlengrund sollen so konzipiert werden, dass Preise, Mieten und Umlagen grundsätzlich allen Bevölkerungsschichten den Weg offen lassen, sich für Betreutes Wohnen am Ort zu entscheiden.

Mietwohnungen mit Betreuungsmöglichkeit am Mühlengrund sollen eine preisgünstigere Alternative zu den Eigentumswohnungen in der „Seniorenresidenz am Badehaus“ sein.

Quelle: op-online.de

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