Betreuung kostet Unsummen

Rödermark - (lö/bp) Zwei Millionen Euro pro Jahr müsste die Stadt aufbringen, würde sie sämtliche vom Gesetzgeber geforderten Leistungen in der Kleinstkinder-Betreuung in eigener Regie anbieten. Der Bundestag hatte 2007 beschlossen, dass bis spätestens 2013 jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Platz in einer Tagesstätte oder bei einer Tageseinrichtung haben muss.

Erster Stadtrat Alexander Sturm plädierte gestern deshalb dafür, Kirchen und andere freie Träger bei der Einrichtung der so genannten U3-Plätze zu unterstützen oder Eltern Zuschüsse zur Betreuung durch Tagesmütter zu gewähren.

Zehn solcher U3-Plätze will die katholische Kirchengemeinde Urberach im Gallus-Kindergarten schaffen. Bürgermeister Roland Kern sagte, dass die Stadt das gesamte Betriebskostendefizit übernehme. Bei den Regelkindergärten beträgt dieser Anteil 85 Prozent.

Zunächst würde die Stadt die U3-Plätze im Gallus-Kindergarten mit jährlich 40 000 Euro unterstützen. Steigen die Kosten, würde sie bis zu 50 000 Euro übernehmen.

Unterdessen hat die Johanniter Unfallhilfe gestern bekannt gegeben, sie werde im Breidert-City-Center in Ober-Roden eine Tagesstätte für ein- bis dreijährige Kinder eröffnen. Start sei Ende des zweiten Quartals dieses Jahres. Eröffnet werden im ersten Obergeschoss (wo einst das Chinarestaurant war) zwei Gruppen mit je zwölf Plätzen. Im Angebot sind Halbtags- und Ganztagsbetreuung. Die mehr als 200 Quadratmeter Fläche müssen nun noch kräftig umgebaut werden. Alle Pläne sind mit der Stadt abgestimmt und „in trockenen Tüchern“, freute sich gestern Johanniter-Vorstand Dr. Karsten Falk über die neue Herausforderung in Rödermark.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare