120 Betriebe mit Risikopotenzial

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Gemeinsam mit dem Urberacher Wehrführer Ralph Reblin präsentierte Stadtbrandinspektor Waldemar Schrod das neue Hosenmodell für die Brandschutzanzüge: mit oder ohne Lederbesatz auf den Knien – das ist hier die Frage... Ein Teil der Schutzkleidung soll noch dieses Jahr an die Rödermärker Wehren ausgeliefert werden. Ersatz erwarten die Brandschützer auch im Fuhrpark. Ein neues Löschgruppenfahrzeug soll im Frühjahr 2010 kommen.

Ober-Roden (chz) ‐ 180 Einsätze der Feuerwehr Ober-Roden und 69 Einsätze der Urberacher Wehr - das ist das Resümee, das Stadtbrandinspektor Waldemar Schrod bei der Hauptversammlung der Rödermärker Brandschützer zog.

In beiden Stadtteilen fielen zwischen 1. November 2008 und 31. Oktober 2009 rund 3 256 Einsatzstunden an. Schrod beschrieb die Einsätze als eher unspektakulär, von großen Unglücken blieb Rödermark verschont. Die Wehren löschten 58 Brände unterschiedlicher Stärke - 41 in Ober-Roden und 17 in Urberach. Auch 49 Fehlalarme gab‘s, jedoch keinen einzigen als böswillig enttarnten.

Während der vergangenen zwölf Monate fielen 142 technische Hilfeleistungen an, davon 41 in Urberach. Sie verteilten sich auf Gefahrguteinsätze, das Beseitigen von Ölspuren, Türöffnen, Einsätze mit Tieren und vieles mehr. Darunter fallen auch acht Unwettereinsätze, 28 Wassereinsätze, Gasaustritte und Unterstützungen im Rettungsdienst.

Zu Verkehrsunfällen auf der Straße wurden die Wehren 17 mal und auf der Schiene einmal alarmiert: In Sprendlingen hatte sich ein Mann vor den Zug geworfen. Schrod schickte den Betreuungsbus des Kreises, der in Ober-Roden stationiert ist, dessen Besatzung sich um die Passagiere kümmerte.

Neun Aktive verletzten sich bei Einsätzen oder Ausbildung leicht

Besondere Einsätze gab es laut Statistik zwei: In Waldacker musste ein abgestürzter Arbeiter aus einer Baugrube gerettet werden, in Ober-Roden war dies der Brand eines Galvanikbetriebs. Hier konnten die Helfer gerade noch das Übergreifen der Flammen auf das Chemikalienlager verhindern.

Weil die Ober-Röder Wehr auch Stützpunktfeuerwehr ist, wurde sie zu überörtlichen Einsätzen nach Froschhausen, Obertshausen und Langen gerufen.

Die Rubrik „Personenschäden“ listete drei Todesfälle und elf Verletzte bei den „Zivilpersonen“ auf. Bei den Toten, so Schrod, handelte es sich um Menschen, die in Wohnungen gestorben waren, zu denen die Feuerwehr die Türen aufbrechen musste. Neun Aktive aus Ober-Roden verletzten sich bei Einsätzen oder Ausbildung leicht.

In diesem Jahr waren es 60 freiwillige Helfer

Um auf dem Laufenden zu bleiben, beteiligen sich die Wehrleute regelmäßig an Fortbildungen: In diesem Jahr waren es 60 freiwillige Helfer, die sich von der Arbeit an der Kettensäge bis hin zum Umgang mit Atemschutzgeräte- oder Sprechfunkgeräten ausbilden ließen. Auch die Zeit dafür fällt mit in die insgesamt 11.059 Einsatz- und Ausbildungsstunden, die von Rödermärker Wehrleuten geleistet wurden.

Erheblicher Aufwand steckt derzeit auch im vorbeugenden Gefahrenschutz. Rödermarkweit sind derzeit 266 Objekte besonderer Art und Nutzung gelistet. So etwa rund 120 Betriebe mit hohem Risikopotenzial wie Gefahrgut verarbeitende Firmen und Hotels, wo im Ernstfall Dutzende von Gästen schnell gerettet werden müssen.

Am 1. Dezember diskutiert das Parlament den Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplan, der Rödermarks Wehren fit für die Zukunft machen soll.

Quelle: op-online.de

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