Biogasanlage: Energie nur ohne Gestank

Rödermark ‐ Die Stadtverordneten in Rödermark streiten über die geplante Biogasanlage. CDU, Andere Liste, SPD und Freie Wähler wollen prüfen lassen, unter welchen Bedingungen ein Öko-Reaktor gebaut werden kann. Die FDP lehnt ihn ab. Von Michael Löw

Kann in Rödermark eine Biogasanlage gebaut werden, ohne dass ganze Wohnviertel unter einer Dunstglocke verschwinden und ohne Mais-Monokulturen auf alle Äckern? Das wollen CDU, SPD, AL und Freie Wähler prüfen lassen.

Eckhard von der Lühe (AL) verwies auf eine Studie, laut der Rödermark seinen Energiebedarf mittelfristig ohne Kohle- und Atomstrom decken könne. Eine Biogasanlage sei unverzichtbarer Teil dieses Konzepts.

Kein Standort ohne Geruchsbelästigung

Die Befürworter eines Biokraftwerks verknüpfen den Bau mit einer ganzen Reihe von Bedingungen: ein Standort ohne Nachteile für Mensch und Natur, eine breite Bürger- und Expertenbeteiligung, keine Lebensmittel als Brennstoff, kurze Anfahrtswege. Außerdem soll die Stadt einen Investor suchen und sich nicht selbst beteiligen.

Die FDP lehnt den Bau des angeblichen Öko-Reaktors ab. Unter den derzeitigen Bedingungen sei er weder ökologisch noch ökonomisch zu betreiben. Bei der Brennstoffversorgung könne die Stadt zudem nur zwischen zwei Übeln wählen: Kurze Anfahrtswege bedeuten Mais-Monokulturen in der Umgebung, ökologisch korrekte Brennstoffe bedeuten lange Wege. Außerdem gebe es in ganz Rödermark keinen Standort ohne Geruchsbelästigung. Zu diesem Ergebnis würden auch die übrigen Parteien gelangen, wenn ihr Fragenkatalog abgearbeitet ist.

Quelle: op-online.de

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