Etliche Unfälle an der B459 in Waldacker

Im Blindflug auf die Hauptstraße

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Das Einbiegen von der Lerchen- oder Hermann-Löns-Straße auf die renovierte Hauptstraße ist kein Zuckerschlecken. Schwerlaster, die zügig Richtung Kreisquerverbindung fahren, sind nur ein Problem, dem sich die Anlieger gegenüber sehen. Einige von ihnen biegen sogar nur noch nach rechts ab und nehmen lange Umwege in Kauf.

Waldacker (lö) - Autofahrer aus der Hermann-Löns- und der Lerchenstraße müssen sich zentimeterweise vortasten, wenn sie auf die B459 abbiegen wollen.

Parkende Autos, so die Klage von mehr als 30 Familien, versperren die Sicht auf den fließenden Verkehr, der zudem noch recht flott unterwegs ist. „Diese Situation erleben wir fast täglich“, sagt Eva Idecke.

Die Anwohner der beiden Seitenstraßen fordern, die Einmündungen sicherer zu machen. Kaum ein parkendes Auto halte den Mindestabstand von fünf Metern zur Einmündung ein. Spiegel auf der Westseite der Bundesstraße und Sperrflächen auf der Ostseite, die das Parken verbieten, würden das Abbiegen erleichtern und verhindern, dass Schlimmeres passiert.

Etliche Unfälle in den vergangenen zwei Jahren

Eva Idecke berichtet von etlichen Unfällen in den vergangenen zwei Jahren, die alle nach dem gleichen Schema passierten. Sie selbst und Nachbarn hätten Autos auf der vorfahrtsberechtigten B 459 nicht oder zu spät gesehen, und schon hat"s gekracht. Auch ein zwölfjähriger Radler sei umgefahren worden. Die Zahl der Unfälle, die nur durch eine Vollbremsung verhindert wurden, können die Anlieger nicht einmal schätzen.

„Das Ordnungsamt fühlt sich aber für die Hauptstraße nicht zuständig, da es sich um ein Bundesstraße handelt. Nach Auskunft der Polizeistation Dietzenbach ist allerdings das Ordnungsamt zuständig, da es sich ja um parkende beziehungsweise falsch parkende Fahrzeuge handelt. Das Ordnungsamt verweist weiter an Hessen Mobil“, schildert Eva Idecke die Irrwege durch Behördenbüros. Auch ein Ortstermin mit Bürgermeister Roland Kern habe nichts gebracht.

Geforderter Spiegel als Streitthema 

Die Polizei in Dietzenbach habe den geforderten Spiegel befürwortet, das Ordnungsamt lehne ihn ab, weil er die Perspektive verzerre. „Der Spiegel würde wenigstens die Sicht auf die Straße öffnen und herannahende Fahrzeuge könnten überhaupt gesehen werden“, halten die Lerchenstraßen-Bewohner dagegen.

Kummer bereitet ihnen auch die Parkerei in der nur vier Meter schmalen Sackgasse. Das Ordnungsamt weigere sich, gegenüber von Einfahrten oder Carports Sperrflächen zu markieren. Wer sein Grundstück verlassen will, muss oft mehrmals rangieren. Das Ordnungsamt riet zu Anzeigen gegen Falschparker - was prompt böses Blut unter Nachbarn gab.

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Warum stellt die Stadt anderswo Halteverbotsschilder auf, bei uns aber nicht?, fragt Eva Idecke frustriert und zeigt ins Neubaugebiet „Mirabella Waldacker“ am Ende der Lerchenstraße. Dort steht das berühmte blau-rot-weiße Verkehrszeichen. Eva Idecke und ihre Nachbarn haben der Stadt sogar angeboten, sich an den Kosten für die Sperrflächen zu beteiligen: „Leider hat uns bisher niemand diese simple Frage beantworten können!“

Quelle: op-online.de

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